Review: Family Farm 2 (PC/Mac)
Geschrieben von: Sabrina Radegast   
Kritiken - Casual Games
Farm Ville und Landwirtschaftssimulator waren gestern. Jetzt kommt Family Farm 2, eine spannende Mischung aus Bauernhof-Zeitmanagement-Spiel und Lebenssimulation, indem neben allerhand Getier, ein Acker und Bewohner eure Aufmerksamkeit fordern.
Family Farm 2



family farm_2_packshot

Publisher: rondomedia
Developer: Hammerware
Release: 08. 05. 2013
Genre: Casual Game, Simulation, Time-Management
Mode: Single Player
Erschienen für: Erschienen für windows Erschienen für mac


alt
  • großes ausbaubares Land
  • kaum Ladezeiten
  • Buttons für Schnellzugriff
  • wechselnde Wetterverhältnisse und Jahreszeiten...
alt
  • ...deren Auswirkungen wir kaum bemerkt haben
  • zum „Ende“ hin recht einseitig
Je nach Level des Bauernhofes werden immer mehr Pflanzen und Tiervarianten freigespielt. Das bringt Abwechslung ins Spiel und auch ins Rezeptbuch.


8Punkte

Review: Family Farm 2 - Dein eigener Bauernhof

Farm Ville und Landwirtschaftssimulator waren gestern. Jetzt kommt Family Farm 2, eine spannende Mischung aus Bauernhof-Zeitmanagement-Spiel und Lebenssimulation, indem neben allerhand Getier, ein Acker und Bewohner eure Aufmerksamkeit fordern.

Von Sabrina Radegast

Herzlich Willkommen in Longtown: Einwohner 2

Wie immer in einem Familienbetrieb, gibt es alle Hände voll zu tun. Zum Glück ist auf dem eigenen Bauernhof jede Menge Platz für fleißige Helfer. Je höher der erreichte Glücklichkeitsstatus desto mehr neue Helferchen verirren sich und geben sich ganz euren Diensten hin. Die einen sind die Jobsuche leid und andere suchen den Ausgleich vom hektischen Stadtleben.

family farm_2_screenshot_06
Bevor es jedoch soweit ist muss immer mehr Land freigeschaltet und für die neuen Bewohner bezugsfertig gemacht werden. Erst müssen wir baufällige Häuser reparieren, dann steht uns auch das dazugehörige Land zur Verfügung. Das muss dann nur noch von Steinen und altern Bäumen befreit werden und schon stehen euch freie Flächen zur Bebauung zu Verfügung. Früchte, Getreide, Gemüse oder Tiergehege. Je nach Bedarf und nur mit dem nötigen Kleingeld in der Tasche, könnt ihr anbauen, was das Herz begehrt.

Zum Anpflanzen benötigen wir nicht viel. Natürlich sollte bebaubares Land zur Verfügung stehen. Nachdem wir dieses freigeräumt haben, kann es auch schon losgehen. Quadrate abstecken, umgraben und einpflanzen. Nach einiger Zeit sollten dort leckere Produkte reif zum Abernten sein. Ewig hängen diese dort aber nicht, denn wenn ihr zu lange wartet verdorren diese.

family farm_2_screenshot_05
Wer Tiere hat, muss sich auch um diese kümmern, denn die wollen natürlich auch ab und an etwas essen, sonst sterben sie und übrig bleibt ein kleiner trauriger Grabstein. Wenn ihr euch gut um sie kümmert, werfen sie wertvolle Güter ab, die zum Aufgaben erledigen, zum Essen kochen oder zum Verkauf von Nöten sind.

family farm_2_screenshot_02
Aber auch euren Arbeitern bedarf es an Pflege, denn die verlieren beim ackern an Energie. Ihren Haushalt könnt ihr durch das Kochen von Mahlzeiten wieder herstellen, oder ihr wartet bis der Tag um ist und sie schlafen gehen. Kümmert ihr euch nicht um sie, beginnen sie zu streiken und eure Arbeit bleibt liegen. Ganz früh am Morgen, wenn andere Menschen noch schlafen, nehmen sie die Arbeit wieder auf und der Bauernhof ist am Laufen. Jeder von den Einwohner hat ein Lieblingsessen. Kocht ihr ihnen ein Essen, was sie nicht mögen, sinkt ihre Glücklichkeitsanzeige.

family farm_2_screenshot_04
Am unteren Rand haben wir eine Anzeige für: hungrige Menschen, Tiere und verfügbare Tätigkeiten und zum Glück auch in der Gegend umher stehenden Faulenzer. Über die Buttons könnt ihr bequem durch den Bauernhof switchen und eure Aufgaben im Handumdrehen erreichen. Das ist sehr praktisch, denn zum Schluss haben wir einige Arbeiter und viel Land, durch das wir uns scrollen können. Da verliert man schnell mal den Überblick.

Am Anfang geht alles recht hektisch von statten. Neues Land muss aufgeräumt und bebaut werden und die Pflanzen die uns zur Verfügung stehen, wachsen ziemlich schnell. Zum „Ende“ hin, bedarf es nicht mehr an allzu viel Aufmerksamkeit. Getreide, Obst und Gemüse braucht mehrere Tage zum gedeihen, werfen dann aber dementsprechend mehr ab.

family farm_2_screenshot_07
Irgendwann gibt es aber nur noch wenige vorgegebene Missionen zu erledigen und wir können dann eigentlich nur noch Produkte horten und verkaufen, damit wir die durch Randale zerstörten Objekte wieder aufbauen können. Diese bringen uns entweder Gewinnpunkte oder einen Zusatz in der Ernte. Ansonsten bleibt das Spielerlebnis dann recht einseitig, leider. Klar wir können bessere Tiere kaufen, die mehr Rohstoffe bringen, aber ansonsten wars das dann auch.
Zum Glück können wir die Zeit beschleunigen, jedoch erweist sich dieser aufgrund seiner Handhabung, als wahrer Dorn im Auge. Anstatt die Zeit dauerhaft doppelt oder gar mit 4-facher Geschwindigkeit laufen zu lassen, müssen wir den Button gedrückt halten und können so nicht nebenbei weiterspielen.

family farm_2_screenshot_08
Etwas Abwechslung wird zwar durch wechselnde Tageszeiten und Wetterverhältnisse geschaffen. Jahreszeiten, wie angekündigt, gibt es aber nur bedingt. Klar an einigen Tagen ist es heiß und die Arbeiter scheinen öfters Pause machen zu wollen, so rede ich mir das zumindest ein, aber ansonsten sind keine Beeinflussungen zu bemerkten. Man kann vielleicht davon ausgehen, des es in machen Regionen nicht schneit, jedoch sollten sich zumindest die Blätter im Herbst verfärben oder gar keine mehr an den Bäumen hängen, wenn der Winter erreicht ist.


Fazitkasten Grafik
Family Farm 2 bringt etwas frischen Wind in das Farmer Genre. Es ist schnell erlernt und bietet dennoch eine gewisse Komplexität. Es macht einfach Spaß den fleißigen Bienchen beim Abeiten zuzuschauen und den Wachstum der Farm mitzuerleben.