F1 22 Review

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F1 22 Review
F1 22
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Für unser F1 22-Review von Entwickler Codemasters wurden wir im dritten Jahr in Folge mit einem Testmuster vom Publisher EA ausgestattet, damit wir die F1-Boliden auch in diesem Jahr auf Herz und Nieren testen können. Also drehte ich einige Runden auf der Xbox One / Series X, ließ die Motoren aufheulen, schlitterte einigermaßen gekonnt durch die Kurven und habe meine Reifen bis zum Schmelzpunkt ausgereizt. Ob doch der ein oder andere Bremsfehler dabei gewesen ist, könnt ihr nun im folgenden Test nachlesen.

F1 22

Der letztjährige Story-Modus von F1 21 ist verschwunden. Der ergänzende Modus in „F1 Life“ soll dem Spieler einen Eindruck vermitteln, wie sich das Leben eines echten Formel-1-Piloten anfühlt. Der Spieler kann seine Behausung ähnlich wie in The Sims luxuriös einrichten oder verschiedene Accessoires kaufen. Die Bezahlung läuft über vom Spiel vergebene Münzen oder echtes Geld. Ob das sein muss oder nicht, kann jeder für sich entscheiden. Mir als Tester erschien dies unnötig und ohne nennenswerten Mehrwert.

Die nächste Neuerung trägt den Namen „Super Cars“. Wir können in verschiedenen Sportwagen über die Formel 1-Strecken sausen. Klingt nach einer gelungenen Abwechslung. Jedoch ist das Fahrgefühl in der jetzigen Version nicht mit dem eines F1-Boliden zu vergleichen. Viel zu schwammig und schwerfällig, was mir den Reiz schnell in einer qualmenden Auspuffwolke verpuffen ließ.

F1 22

Und natürlich darf  „Retro Aktiv Racing“  im Spielmodus „MyTeam“ nicht fehlen. Hier kümmern wir uns wieder um Sponsoren sowie die Autos und fahren vom ersten Training an von der Qualifikation bis zum Rennen (je nach Einstellung) alles nach Terminkalender ab. Der Karrieremodus enthält wieder Splitscreen-Rennen, einen Onlinemodus und auch auf die Formel 2 müssen wir nicht verzichten.

Kommen wir nun zur Grafik und den Soundeffekten von F1 22, die einen dann doch wieder mehr als versöhnlich stimmen. Die Grafik hat sich aus meiner Sicht um einige Details verbessert. Die Strecken sind schön gestaltet, die Animationen sind wieder einer echten Liveübertragung nachempfunden und auch bei der neuen Strecke in Miami wurde sehr auf Details geachtet. Der Sound ist wiederum satt und wuchtig. Mit einem guten Kopfhörer ist man mehr im Spielgeschehen drin als es einem lieb sein kann. Daumen hoch!

F1 22

Die Gegner agieren gefühlt aggressiver als im letzten Jahr. Dennoch hatte ich hauptsächlich beim Start kleinere Probleme, an ihnen vorbei zufahren ohne direkt wieder in die Box zu müssen. Doch in Geraden oder Kurvenmanövern zogen die gegnerischen Fahrer kurz zurück. Sollte doch mal ein teures Teil von unserem Flitzer den Abflug machen, so kann man die Rückspulfunktion einsetzen, oder man fährt ganz realitätsgetreu die Runde durch die Box zu Ende.

Mein Fazit ist zwiegespalten. Mir persönlich hat F1 22 gut gefallen. Dass ich die „Supercars“ und „F1 Life“ nicht ganz gutheißen kann, dürfte im Test ersichtlich gewesen sein. Der Spielmodus „Breaking Point“ wird schmerzlich vermisst, dafür machen der wuchtige Sound, die Grafik und das Fahrgefühl der F1-Boliden einen guten Eindruck. Wer noch F1 21 in der Schublade liegen hat, kann getrost weiterhin zu eben diesem greifen. Für Neueinsteiger jedoch ist F1 22 der Kauf wert.

Gut

  • Präzise Steuerung mit Gamepad
  • Optionale Rückspulfunktion
  • Spielmodi (Formel 2, Einzelrennen etc.)
  • Sehr schöne Grafik
  • Wuchtiger Sound
  • Alle Teams und Fahrer der aktuellen Saison

Schlecht

  • Dezente Verbesserungen zum Vorgänger
  • Umständliche Umsetzung von Anweisungen
  • "F1 Life" nur Spielerei
  • Kein Storymodus
  • Die Menüführung ist gewöhnungsbedüftig
8

Sehr gut

Retro Fan, der von seiner Freunde als offen und nett bezeichnet wird. Sein Talent liegt im kommunikativen Bereich und konstruktiver Kritik ist er nicht abgeneigt