The Walking Dead: Was passiert in Staffel 8?

Laura Szabo
TV-Serien

Szenario Nr. 3: Die Beißer sind heilbar

The Walking Dead Staffel 8

The Walking Dead-Erfinder Robert Kirkman mit einem Beißer

Auch wenn The Walking Dead seinen Fokus auf zwischenmenschliche Beziehungen und nur sekundär auf die in der Serie als „Beißer“ bezeichneten Untoten richtet, sind letztere essentieller Bestandteil der Show. Ist es nicht seltsam, dass wir gerade über sie so gut wie nichts wissen? Zwar thematisiert mit dem Spin-Off Fear the Walking Dead sogar ein eigenes Format den Ausbruch der Seuche, ob wir jemals die wahren Hintergründe inklusive logischer Erläuterungen erfahren, bleibt aber weiterhin ungewiss.

Dass in den Beißern noch ein Rest ihrer menschlichen Seele steckt, wurde mehrfach angedeutet. Zumindest haben bereits einige Charaktere an den untoten Versionen ihrer geliebten Angehörigen festgehalten um ihren Verlust zu verarbeiten. Hershel schließt in Staffel 2 gleich eine ganze Horde von Beißern – in der Hoffnung auf eine mögliche Heilung – in seine Scheune, darunter seine Frau und sein Stiefsohn. Der Governor, der keine Probleme damit hatte, seine Widersacher kaltblütig zu eliminieren, versteckte seine verwandelte Tochter und behandelte sie weiterhin wie einen Menschen, obwohl (scheinbar) nichts Menschliches mehr in ihr war. In der vom Governor errichteten Gemeinde Woodbury wurde sogar ein Forscher damit beauftragt, herauszufinden, ob man die Verwandlung aufhalten kann. Auch die kleine Lizzie trat bis zu ihrem Tod für ihre Überzeugung ein, den Walkern etwas Menschliches abzugewinnen und ermordete sogar ihre jüngere Schwester Mika, um diese absichtlich wieder auferstehen zu lassen.

Zu erfahren, dass die Beißer heilbar sind, dass sie in ihre menschliche Gestalt zurückverwandelt werden können, würde einen unglaublichen Twist für die Serie bedeuten. Ähnlich wie im Finale von Frank Darabonts Horrordrama Der Nebel würde die Charaktere von The Walking Dead im Moment der Wahrheit ein Schock ereilen, von dem sie sich möglicherweise nie wieder erholen würden. Nachdem die Gruppe sich vielfach überwinden musste, das Gehirn von sterbenden Familienmitgliedern und Freunden zu zerstören, um deren Wiederkehr zu verhindern, würde die Heilung der Beißer die grauenhafte Wahrheit darüber enthüllen, dass es für die Angehörigen noch Hoffnung gegeben hätte.

Der Tod von Andrea, Tyreese und weiteren Charakteren, die durch einen Biss infiziert wurden und als Beißer ein zweites Mal getötet werden mussten, wäre völlig umsonst gewesen. Die Wahrheit würde jedoch auch bedeuten, dass man alle Charaktere, die zukünftig gebissen werden, retten könnte, etwa durch rechtzeitige Injektion eines Gegengifts. Dies wiederum dürfte in der Serie zur ein oder anderen spannenden Szene führen. Wir stellen uns vor, wie Rick, Michonne oder eine der andere Hauptfigur gebissen und im allerletzten Moment gerettet wird. Spannend wäre dies allemal und die Hoffnung bleibt, vielleicht sogar noch mehr über die Beißer zu erfahren.

Laura Szabo
Begann ihre Zockerkarriere mit einem Sega Game Gear. Hält Silent Hill für das ideale Reiseziel und die Ocarina für das schönste Instrument.