Wii U – Der ultimative Rückblick mit allen Spielen

Laura Szabo
Specials Diverses

Von Nintendo-Neuheiten und Überraschungen

Jede Konsole, die auch nach ihrer Generation in Erinnerung bleiben will, sollte im Idealfall neue Franchises etablieren, die möglichst viele erfolgreiche Fortsetzungen nach sich ziehen. Sony hat es mit der Uncharted-Reihe auf der PS3 vorgemacht, Nintendo hat mit Pikmin, Animal Crossing und Luigi’s Mansion auch lange nach der legendären 16-Bit-Ära gezeigt, dass es funktioniert.

Auf der Wii U hatten immerhin zwei neue Namen für Aufsehen gesorgt. Der Farbklecks-Shooter Splatoon, begleitet von acht eigenen amiibo, legte den Fokus auf Mehrspieler-Gefechte, wurde aber mit eher mittelmäßigen Kritiken abgespeist: Zu geringer Umfang, nervige GamePad-Steuerung und keine Langzeitmotivation wurden unter anderem bemängelt – zu wenig, um Skeptiker vom Kauf einer Wii U zu überzeugen. Wir warten gespannt auf die bereits angekündigte Fortsetzung für die Switch.

Endlich neue Nintendo-Helden: Splatoon

Etwas erfolgreicher schnitt Hyrule Warriors ab. Der Action-Metzler im Dynasty-Warriors-Stil hatte zwar auch seine kleinen (technischen) Schwächen, begeisterte aber durch gekonnten Einsatz der beliebten Zelda-Helden.

 

Unterstützung durch Dritthersteller

Wer erinnert sich nicht gerne an Banjo & Kazooie auf dem N64 oder Star Wars Rogue Squadron II: Rogue Leader auf dem Gamecube? Leider hat die Wii U bezüglich Exklusivtiteln so wenig Unterstützung durch Dritthersteller erfahren wie keine Nintendo-Konsole davor.

Den Anfang machte direkt zum Konsolen-Launch Zombi U. Zunächst eine sehr positive Überraschung, leidet Nintendo doch seit jeher unter dem hartnäckigen Vorurteil, zu wenige Spiele für „Erwachsene“ anzubieten. Zombi U von Ubisoft nutzte die stärken des zweiten Bildschirms hervorragend, war gruselig und bot mit dem im Todesfall ständig wechselnden Protagonisten ein interessantes Konzept. Einziges Manko: Das Spiel blieb nicht exklusiv, erschien später unter dem Titel Zombi auch für die PlayStation 4. Ebenfalls gruselig war das bis heute Wii U-exklusive Project Zero: Maiden of the Black Water – ein Glückstreffer, da sich das GamePad hier einwandfrei als der für die Reihe obligatorische Fotoapparat zweckentfremden ließ. Leider funktionierte das in der Praxis nicht optimal, und aufgrund diesem und weiterer Mängel blieb das Spiel hinter Zombi U zurück. Etwas besser schnitt Scribblenauts Unlimited ab: Wer die beiden Vorgänger auf dem DS mochte, durfte auch diesmal bedenkenlos zugreifen. Weitaus weniger erfolgreich zeigte sich Segas Wii U-Beitrag Sonic: Lost World. Aufgrund technischer Probleme und einem aufgesetzten, sinnfreien Koop griffen höchstens beinharte Sonic-Fans zu.

Einen Blick wert: Der Grusler Project Zero: Maiden of the black water

Pokémon-Fans durften sich mit Pokémon Tekken über ein gelungenes Experiment freuen: Der Prügler setzte die beliebten Taschenmonster gekonnt in Szene, hatte viele Extras und einen guten Online-Modus mit an Bord. Auch für Skylanders-Fans gab es eine Überraschung: Das Starter Pack von Skylanders: SuperChargers für die Wii U wurde mit einer exklusiven Donkey-Kong-Figur mit eigenem Fahrzeug ausgeliefert, welche im Spiel als Skylander und in anderen Nintendo-Spielen als amiibo eingesetzt werden konnte.

Laura Szabo
Zockt seit 1988, begann mit einem Atari ST und einem Sega Game Gear. Hält Silent Hill für das ideale Reiseziel und die Ocarina für das schönste Instrument. Braucht regelmäßig neue Regale für neue Bücher, Comics, Filme, CDs und Games.

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