Review Mass Effect Legendary Edition

Benjamin Schudrowicz
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Review Mass Effect Legendary Edition
Review Mass Effect Legendary Edition
Publisher:Developer:Release-Datum:Genre-2:USK:

Mit der Mass Effect Legendary Edition möchten Bioware und EA zweierlei Fanbases abholen. Zum einen, diejenigen die noch nie Mass Effect gespielt haben und es immer einmal nachholen wollten; zum anderen, die eingefleischten  Fans, die es ( wie ich ) immer mal wieder in die Mass Effect Welt verschlägt. Mit fast allen DLC´s der Trilogie und runderneuerter Grafik, machen wir uns als Commander Shepard auf den Weg, um mit unserem Team und unserem Schiff die Normandy das Universum zu retten( mal wieder).

 

Review Mass Effect Legendary Edition

 

Die Story in der Kurzform: In Mass Effect steuern wir unsere nach Wahl männliche oder weibliche Hauptfigur Commander Shepard durch eine Sci-Fi-Welt der fernen Zukunft. Die Menschheit hat sich eben erst einer intergalaktischen Vereinigung unzähliger Alien-Zivilisationen angeschlossen, als plötzlich eine kosmische Bedrohung in Form der alles vernichtenden Reaper auftaucht. Als militärischer Super-Agent liegt das Schicksal des Universums in unseren Händen. Gemeinsam mit einer zusammengewürfelten Crew aus charismatischen Mitstreitern unterschiedlichster Alien-Rassen verbringt man eine hohe Zahl an Stunden damit, Missionen auf exotischen Planeten zu erfüllen, mit unzähligen Figuren komplexe Dialoge zu führen und mit allerlei Schusswaffen gegen verschiedenste Bösewichte anzutreten. Denn auch in der Zukunft gilt; die Hardware bestimmt den Gewinner.

 

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Was mir besonders positiv auffällt, ist das die Entwickler bei der Neuauflage sehr viel Leidenschaft und Herzblut an den Tag gelegt haben. Die Neuerungen sind eher kluge und sinnige Feinjustierungen sowie Verbesserungen, die zwar Einfluss auf das Gameplay nehmen, aber Mass Effect in der Basis nicht verändern. Bioware hat sich an das Interface gesetzt und es deutlich mit den zweiten und dritten Teil vereinheitlicht. Die Fahrstuhlfahrten auf der Normandy und der Citadel z.B, wurden zum Glück immens verkürzt. In den alten Teilen verbrachte man noch gefühlte Stunden im Lift, um von Ebene zu Ebene zu gelangen. Generell wurde an der Steuerung gearbeitet, die sich besonders beim Handling des Mako-Fahrzeugs positiv bemerkbar macht, um die Neben und Hauptmissionen etwas geschmeidiger zu gestalten. Trotzdem brachte mich dieses Fahrzeug dennoch oft genug zum verzweifeln.

 

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An der grafischen Präsentation wurde ebenfalls geschraubt. Bioware hat von Charaktermodellen über Texturen, Shader, visuelle Effekte, Beleuchtung und dynamische Schatten bis hin zu volumetrischen Elementen sowie Tiefenschärfen kräftig den Überarbeitungsstift angesetzt. Das gilt übrigens auch bei allen Zwischensequenzen. Herausgekommen ist eine tolle, zeitgemäße Grafikpracht, die jedem Fan ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert. Im ersten Mass Effect Teil nimmt man diese Verbesserungen besonders wahr. Die beiden weiteren Teile sind zwar hübscher, aber dennoch merkt man jedoch allen drei Teilen das eigentliche alter an.

 

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In allen drei Teilen der Mass Effect Reihe können wir mit der Galaxiekarte stets selber entscheiden, welche Haupt- oder Nebenmission wir als nächstes angehen wollen oder ob wir vielleicht erstmal ein paar Planeten auf der Suche nach Geheimnissen erforschen und ein paar Credits für unsere Ausrüstungen nebenbei auftreiben wollen. Auf einigen Planeten gibt es ja auch Missionen, die mit bestimmten Charakteren zusammenhängen. Unsere Mitstreiter können wir ebenfalls hochleveln und mit besseren Waffen ausrüsten. Wenn das Inventar dann doch mit Waffen, Rüstungen, Mods, und Aufsätzen  zu voll wird, verkaufen wir diese einfach. Auf all den Welten die  besucht werden, findet man immer wieder neue Waffen und Equipment.

 

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Was haben meine Augen bei der Installation der Mass Effect Legendary Edition voller Vorfreude gestrahlt. Enttäuscht wurde ich nicht. Jeder der drei Teile lässt sich geschmeidig mit frischer Optik ohne Probleme spielen. Um jedes Geheimnis im Mass Effect Universum zu erforschen, muss man schon eine gehörige Anzahl an Stunden reservieren. Mindestens 100 Stunden sollte man sich schon einplanen. Was aber in der aktuellen Situation eher das geringste Problem darstellt. Natürlich gibt es kleinere altbekannte Bugs oder hier und dort minimale Grafikfehler.  Im Einleitungstext betonte ich, dass fast alle DLC`s im Spiel vorhanden wären. Es fehlt lediglich die Pinnacle Station. Da es sich nicht um ein Story DLC handelt, kann man dies jedoch getrost verschmerzen. Jedoch gehört die Mass Effect Legendary Edition zu meinen persönlichen Favoriten im Jahre 2021. Wer sich also für Rollenspiele im besonderen Setting interessiert und Mass Effect noch nie gespielt hat, sollte unbedingt zugreifen und mit der soeben erschienenen „Legendary Edition“ diese Bildungslücke jetzt endlich schließen.

 





Gut

  • Umfangreiche Edition mit allen Teilen der Trilogie & DLCs
  • Entscheidungen wirken sich teils drastisch aus
  • Verkürzte Ladezeiten
  • Detaillierte Remaster-Optik
  • Spannende Missionen
  • Soundtrack
  • Fesselnde Science-Fiction-Story
  • Sehr gute und (viele neue) Soundeffekte
  • Sehr gute Dialoge

Schlecht

  • Wilde fahrt mit dem Mako ( Bodenfahrzeug )
  • Diverse Bugs (Kollisionsabfrage)
  • Ab dem zweiten Teil weniger sichtbare Verbesserungen
9

Großartig

Benjamin Schudrowicz
Retro Fan, der von seiner Freunde als offen und nett bezeichnet wird. Sein Talent liegt im kommunikativen Bereich und konstruktiver Kritik ist er nicht abgeneigt