Crysis Remasterd Review

Benjamin Schudrowicz
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Crysis Remasterd Review
Crysis Remasterd Review
Publisher:Developer:Release-Datum:Genre-2:USK:

Mit unserer Review zu Crysis Remastered reisen wir 13 Jahre zurück in die Vergangenheit. Als nämlich Crysis vor 13 Jahren erschien, war es der spielgewordene Hardware-Fresser. Denn was das Frankfurter Entwicklerteam von Crytek damals auf dem PC ablieferte, war nichts anderes als wegweisend! Mein früherer Rechner wurde bei den damaligen Maßstäben zur Standheizung und ernannte selbstständig mein früheres Wohnzimmer zur tropischen Zone. Schon bei niedrigen Grafik-Einstellungen gingen die Rechner reihenweise in die Knie und das Maximum konnte wohl kaum ein Gamer richtig ausreizen. Ob wir wieder eine warme Brise des Lüfters verspüren dürfen oder ob Crysis Remastered nur heiße Luft verbläst, verrät euch unser Test.

Crysis Remasterd Review

Auf Inseln im ostchinesischen Meer fällt die nordkoreanische Volksarmee ein. Der Spieler soll dort als US-Special-Forces-Mitglied ein gefangen gehaltenes Archäologenteam befreien. Für diese Mission wird die Truppe des Spielers mit Nanosuits ausgestattet. Die futuristischen Anzüge bieten dem Träger einige Effekte, die er sich zunutze machen kann. Wer in Action-Manier um sich ballert, kann Stärke, Panzerung und Tempo erhöhen, wer lieber schleicht, kann sich fast unsichtbar machen.

Crysis Remasterd Review

In technischer Hinsicht weiß Crysis Remastered auf den ersten Blick zu gefallen. Das Spiel punktet mit knackigen Texturen  sowie einem neuen Beleuchtungssystem, welches vor allem im Dschungel für hübsche Lichteffekte sorgt. Zudem wurde das Wasser überarbeitet, welches zusammen mit dem Schattensystem für einen optisch ansprechenden Inselurlaub sorgt. Mit aktuellen Highlights kann die Neuauflage alles in allem aber nicht mithalten, zumal auch Charaktermodelle sowie deren Animationen ein klein wenig altbacken wirken. Für ein Remaster kann sich der Titel aber auf alle Fälle sehen lassen, weil auch die Physik für zerstörbare Gebäude und Pflanzen sorgt.

Crysis Remasterd Review

Was heutzutage selbstverständlich scheint, war früher eines der großen Highlights. Die spielerische Freiheit, die den faszinierenden Open-World-Mechanismus vorausnahm und durch unterschiedliche Vorgehensweisen erlaubte, ein Spielziel auf unsere Weise zu erreichen. Der Nanosuit kann wahlweise in den Panzer- oder in den Unsichtbarkeitsmodus wechseln und in Rambo-Manier durch die Feindesreihen pflügen oder wie Solid State heimlich durch die Lager schleichen. Das kostet zwar Energie, diese lädt sich jedoch rasch wieder auf und kann überdies für übermenschliche schnelle Sprints, hohe Sprünge und mächtige Nahkampfattacken eingesetzt werden.

Crysis Remasterd Review

Crysis Remasterd Review

Crysis Remastered ist kein schlechtes Spiel und hat mir sehr viel Spaß bereitet. Nur ist der Titel etwas in die Jahre gekommen. Wenn man über die stupide KI sowie kleineren Fehler hinwegsehen kann, erwartet uns PC-Spieler ein grafisches Feuerwerk im Chassis eines soliden Shooters der alten Schule. Leider vermisse ich die automatische PickUp-Funktion der Munition und könnte mit einem der folgenden Patches nachgereicht werden. Ich wurde trotzdem in die Vergangenheit katapultiert und hatte meine Freude.

Gut

  • Bis zu zwölf Stunden feinste Action
  • Nanosuit-Taktiken
  • Levelarchitektur
  • Gute Inzenierung
  • Tolle Grafik (Lichteffekte, Umgebung)
  • Soundtrack
  • Soundeffekte

Schlecht

  • Kleinere Grafikfehler bei Bewegungen
  • Großer Hardware-Hunger
  • Nichts für Rambos
  • Aussetzer der KI
  • Munition muss aufgesammelt werden
  • Kein freies Speichern
  • Ein kompletter Level fehlt (Senkrechtstarter)
7

Gut

Benjamin Schudrowicz
Retro Fan, der von seiner Freunde als offen und nett bezeichnet wird. Sein Talent liegt im kommunikativen Bereich und konstruktiver Kritik ist er nicht abgeneigt