20 Filme von denen du fürs Leben lernst

Diese Filme sollte jeder einmal gesehen haben!

Movie Special

Die Welle (Deutschland, 2008)

Drama

Darsteller: Jürgen Vogel, Max Riemelt; Regie: Dennis Gansel

Worum geht’s? Der Film basiert auf einem Sozialexperiment, das 1967 an einer kalifornischen Schule durchgeführt wurde. Gymnasiallehrer Rainer Wenger möchte seinen Schülern während einer Projektwoche beweisen, dass autokratische Staatsformen und faschistische Bewegungen in Deutschland jederzeit wieder möglich wären. Zunächst protestieren die Schüler heftig, finden dann aber immer mehr Gefallen an der „Welle“…

Was wir von diesem Film lernen können: Dass Diktaturen und rechtsextreme Systeme mit winzigen und unbedenklichen Akzenten beginnen, deren Begleiterscheinungen uns sogar ansprechen. Etwa das Gefühl, einer Gemeinschaft anzugehören. So gesehen kann eine gefährliche Bewegung ganz unbemerkt in Gang gesetzt und schließlich nicht mehr gestoppt werden – und ist selbst in „aufgeklärten“ Ländern nicht völlig abwegig.





The Wolf of Wall Street (USA, 2008)

Filmbiografie / Drama

Darsteller: Leonardo DiCaprio, Jonah Hill; Regie: Martin Scorsese

Worum geht’s? Um die wahre Geschichte von Jordan Belfort, der an der New Yorker Wall Street Karriere machte und so reich wurde, dass es ihn nicht mehr interessiert, ob er Geldscheine bündelweise von seiner Yacht wirft oder einen Lamborghini im Drogenrausch zu Schrott fährt.

Was wir von diesem Film lernen können: Dass sich ein Mensch, für den es keine finanziellen Grenzen mehr gibt, auch alles andere nimmt und erlaubt – egal, wie unmoralisch, rücksichtslos oder verwerflich es auch sein mag. An der Behauptung, dass viel Geld den Charakter verdirbt, ist scheinbar doch etwas dran.





Pocahontas (USA, 1995)

Zeichentrick

Regie: Mike Gabriel, Eric Goldberg

Worum geht’s? 1607 wollen englische Kolonisten ein Land ausbeuten, das von Indianern besiedelt wird. Pocahontas, die Tochter des Häuptlings, lehrt den „zivilisierten“ Engländer John Smith schließlich Respekt vor der Natur und Toleranz vor anderen Völkern, denen man sich überlegen fühlt.

Was wir von diesem Film lernen können: Der Songtext des im Film zu hörenden Liedes Das Farbenspiel des Winds, mit dem Pocahontas dem britischen Eindringling ihre Umgebung vertraut macht, bringt es in zahlreichen zitierwürdigen Zeilen auf den Punkt: „jeder Stein und Baum und jedes Wesen / Hat sein Leben, seine Seele, seinen Stolz.“ Oder: „Fremde Erde ist nur fremd, wenn der Fremde sie nicht kennt.“ Der Disney-Film war unter anderem Inspiration für James Camerons Avatar und beinhaltet eine wichtige Botschaft – sowohl für Kinder als auch für Erwachsene.





Das Experiment (Deutschland, 2001)

Psychothriller

Darsteller: Moritz Bleibtreu, Christian Berkel; Regie: Oliver Hirschbiegel

Worum geht’s? Basierend auf dem berühmten Stanford-Prison-Experiment von 1971 zeigt der Film die Folgen eines aus dem Ruder laufenden Sozialtests. In einem Gefängnis spielen 20 freiwillig teilnehmende Männer jeweils Gefangene und Wärter. Bereits nach kurzer Zeit wird aus dem Spiel blutiger Ernst und die Situation eskaliert völlig.

Was wir von diesem Film lernen können: „Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht“, soll US-Präsident Abraham Lincoln gesagt haben. Dieser Film beweist eindrucksvoll, dass wenige Voraussetzungen ausreichen, um gewalttätige und sadistische Triebe zu wecken sowie eine unmoralische und Regeln missachtende Seite in uns wachzurufen. Wer den Film als realitätsfremde „Herr der Fliegen“-Variante abtut, dem sei gesagt, dass das echte Experiment seinerzeit bereits nach sechs Tagen abgebrochen werden musste.





Laura Szabo
Begann ihre Zockerkarriere mit einem Sega Game Gear. Hält Silent Hill für das ideale Reiseziel und die Ocarina für das schönste Instrument.