20 Filme von denen du fürs Leben lernst

Diese Filme sollte jeder einmal gesehen haben!

Movie Special

L.A. Crash (Crash, USA, 2004)

Drama

Darsteller: Matt Dillon, Thandie Newton; Regie: Paul Higgis

Worum geht’s? Mitten in Los Angeles versuchen Amerikaner unterschiedlichster Rassen und Kulturen, die sich zufällig im Alltag begegnen, miteinander klarzukommen – und scheitern kläglich. Zu groß ist der Rassismus der weißen Polizeibeamten gegenüber Afroamerikanern, zu stark die Vorurteile der Afroamerikaner gegenüber den Koreanern, schier unüberwindbar das Misstrauen gegenüber muslimischen Amerikanern nach dem 11. September. Wir sehen Menschen, die sich anschreien, sich prügeln, aufeinander schießen – und damit unsägliches Leid anrichten.

Was wir von diesem Film lernen können: Die 17 Jahre alte Thematik könnte aktueller nicht sein. Jeder von uns hat tagtäglich mit Menschen anderer Kulturen zu tun – ob wir wollen oder nicht. Es liegt an jedem Einzelnen, für sich zu entscheiden, wie weit er sich von Vorurteilen leiten lässt – und wo er die Grenzen zieht.





Idiocracy (USA, 2006)

Sci-Fi-Komödie

Darsteller: Luke Wilson, Dax Shephard; Regie: Mike Judge

Worum geht’s? The Simpsons meets Science Fiction: In der Dystopie von Idiocracy sind Menschen, die selbständig Denken, im zukünftigen Amerika kaum noch vorhanden. Auf unterhaltsame Art und Weise zeigt der Film unter anderem einen zum US-Präsidenten gewordenen Pornostar, fragwürdige Experimente der US-Army oder Eltern, die nicht wissen, wann der taktisch klügste Zeitpunkt zum Kinderkriegen ist.

Was wir von diesem Film lernen können: Idiocracy zeigt mit Augenzwinkern und viel schwarzem Humor, was aus einer Gesellschaft wird, in der Intelligenz und Bildung keine Rolle mehr spielen. Zugegeben: Niemand sollte gezwungen sein, Tag und Nacht Bücher zu wälzen und sich stetig fortzubilden. Aber für jeden von uns gilt: Es kann nie schaden, Dinge kritisch zu hinterfragen, statt der Hammelherde blind zu folgen.





Der Club der toten Dichter (Dead Poets Society, USA, 1989)

Drama

Darsteller: Robin Williams, Ethan Hawke; Regie: Peter Weir

Worum geht’s? Auf einem konservativen Elite-Internat wird den ausschließlich männlichen Schülern 1959 neben einem strengen Lehrplan hauptsächlich Disziplin und Gehorsam eingeimpft. Bis eines Tages ein neuer Englischlehrer (Robin Williams) in ihr Leben tritt, den Lehrplan auf den Kopf stellt und die Jungen zu Freidenkern erzieht.

Was wir von diesem Film lernen können: Bei diesem Lehrer lernt man wirklich fürs Leben. Hinterfrage die Dinge, anstatt bedingungslos zu gehorchen. Bilde dir selbst eine eigene Meinung. Sieh die Dinge aus einer anderen Perspektive. Und vor allem: Hab den Mut, deinen Weg zu gehen und tu, was dich glücklich macht.





Das Streben nach Glück (The Pursuit of Happiness, USA, 2006)

Drama

Darsteller: Will Smith, Jaden Smith; Regie: Gabriele Muccino

Worum geht’s? Afroamerikaner Chris Gardner schlägt sich Anfang der 1980er als Vertreter durch. Es verdient kaum Geld, seine Frau verlässt ihn und auch sonst läuft alles schief. Nachdem er, alleinerziehend mit seinem 5-jährigen Sohn, obdachlos wird, setzt er alles daran, mit eisernem Willen, Fleiß und Disziplin der Misere zu entkommen…

Was wir von diesem Film lernen können: Bei diesem Film bleibt kein Auge trocken, denn er beweist und schlicht und ergreifend, dass es sich lohnen kann, nie aufzugeben. Beweist? Richtig gelesen: Obwohl die Geschichte ein Paradebeispiel für die Hollywood-Traumfabrik wäre, handelt es sich um die wahre Biografie des „echten“ Chris Gardner, der so lange kämpfte, bis seine Träume schließlich wahr wurden.





Nerve (USA, 2016)

Thriller

Darsteller: Emma Roberts, Dave Franco; Regie: Henry Joost, Ariel Schulman

Worum geht’s? In dieser Teenie-Highschool-Sci-Fi-Story (oder ist es schon gar kein Sci-Fi mehr?) versucht eine Reihe von Schülern, den Highscore eines Smartphone-Games zu knacken. Dazu müssen sie via Social Media Challenges im wahren Leben erledigen. Was sich anfangs noch wie Spielspaß anfühlt, gipfelt in riskanten Prüfungen, die Straftaten oder sogar Menschenleben erfordern…

Was wir von diesem Film lernen können: Dass wir längst aus den Augen verloren haben, dass unsere allgegenwärtige, schöne neue Social-Media-Welt ein gefährlicher Ort sein kann, wo Klicks und Likes über Attraktivität, Ansehen und Status eines Menschen bestimmen. Oder wo Teens ihren Influencer-Idolen nacheifern, die ihrer Vorbildfunktion durch teils zweifelhafte Challenges nicht gerecht werden. Zwar ist die Lage noch nicht so dramatisch wie im Film – aber wer ihn gesehen hat, stellt sich unweigerlich die Frage, wie weit wir schon vom Weg abgekommen sind.





Das war unsere kleine, aber feine, ganz subjektive Auswahl von Filmen, aus denen ihr etwas lernen könnt. Natürlich erhebt diese Liste keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit und wir sind uns bewusst, dass viele thematisch ähnliche Filme wie etwa Apocalypse Now, Die Wolke oder Die Farbe Lila ebenfalls einen Platz in der Liste verdient hätten. Aus Platzgründen haben wir uns daher auf 20 Filme beschränkt.

Welche Filme sollte eurer Meinung nach jeder gesehen haben, weil sie eine wichtige Botschaft enthalten? Schreibt es uns in die Kommentare!

Anmerkung: Das Titelbild dieses Artikels habe ich 2018 auf dem Walk of Fame in Los Angeles aufgenommen.
Laura Szabo
Begann ihre Zockerkarriere mit einem Sega Game Gear. Hält Silent Hill für das ideale Reiseziel und die Ocarina für das schönste Instrument.