Mass Effect: Andromeda

Benjamin Schudrowicz
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Das Reisen zwischen den Planeten läuft leider nicht ganz reibungslos. Vor dem kürzlich veröffentlichten Patch betrat man eine virtuelle Reise durch die Systeme und der Zoom auf die Planeten wurde zum großem Zeitaufwand. Nun kann man durch Betätigen der jeweiligen Taste „plattformabhängig“ die Reisezeit verkürzen. In nostalgischen Erinnerungen schwelgten wir sofort beim Ertönen des „Galaxy Map“-Soundtracks. Dieser wurde neuinterpretiert und überhaupt hat der Soundtrack ein riesigen „Wums“-Effekt. Trotzdem muss sich der Soundtrack von Mass Effect: Andromeda – wenn auch nur knapp – dem grandiosen Soundtrack von Teil 2 geschlagen geben (Schlagwort: Suicide Mission Suite).

Der Multiplayer bietet neben dem typischen Horde-Modus auch die Möglichkeit, via App auf Smartphones und Tablets Einsatzteams in den Kampf zu schicken, welche die Belohnungen und Güter für den Einzelspieler erkämpfen. Diese können auch alternativ direkt im Spiel in den Einsatz geführt werden.

Kommen wir nun zum Abschluss und überlassen EUCH die Entscheidung, ob Ihr die Andromeda-Galaxie erkunden wollt oder nicht.

Die Kritiken seitens der Community waren von Anfang an alles andere als vielsprechend. Es liegt aber auch im Auge des Betrachters, wo Kritik gerechtfertigt ist oder nun mal nicht. Ich muss zugeben, dass ich ein Mass Effect-Fanboy bin. Ich habe alle Teile zwei- bis dreimal durchgespielt, habe die Comics verschlungen, die Bücher gelesen und die Soundtracks gehört. Trotzdem werfe ich einen kritischen Blick auf den neuen Teil dieser Saga. Wieso? Weil ich ein Fanboy bin. Es wäre ein Fehler, Mass Effect: Andromeda mit der alten Trilogie zu vergleichen. Mit Andromeda will Bioware eine neue Geschichte erzählen. Trotzdem ist nicht alles Gold, was glänzt. An vielen Kanten und Ecken muss noch geschliffen werden. Charaktere und Story sind überwiegend flach und ab und zu hatte ich den Eindruck, dass Andromeda noch ein bis zwei Monate länger in der Entwicklung hätte bleiben sollen.

Der neue Patch hat zwar einiges verbessert (Gesichtsanimationen, Reisen zwischen Planeten, Animationen etc.), allerdings hätten diese Mängel auch bereits im fertigen Spiel beseitigt sein können. Klar, die so genannte Kritik der Community ist zwar ein Beispiel dafür, dass man heutzutage anonym schnell einen Shitstorm entfachen kann und Teile der Kritik hatten auch Hand und Fuß, dennoch wurde vieles zu sehr hochgeschaukelt oder unsachlich geäußert.

Wenn Bioware einen Nachfolger in der Andromeda-Galaxie entwickeln sollte (oder DLCs zum aktuellen Spiel), dann sollten Rassen wieder mehr in den Vordergrund treten und die Spieler sollten deren Geheimnisse erkunden können. Davon war im neusten Ableger nicht viel zu sehen. Es steckt viel Potenzial in dieser Serie, und es wäre schade, wenn diese sich zu einer 08/15-Open World-Reihe entwickeln sollte.

Trotzdem hatte ich viel Spaß neue Welten zu erkunden, in denen ich viele aufregende Abenteuer erlebt habe. Einen Tipp gebe ich euch zum Abschluss: Es ist ein Neuanfang und diesem sollte man immer eine Chance geben. Ich habe es getan und wurde nicht enttäuscht. Nur leicht in meiner Euphorie gebremst, die aber mit künftigen DLCs und Fortsetzungen schnell wieder an Fahrt aufnehmen kann.

Benjamin Schudrowicz
Retro Fan, der von seiner Freunde als offen und nett bezeichnet wird. Sein Talent liegt im kommunikativen Bereich und konstruktiver Kritik ist er nicht abgeneigt

Gut

  • Möglichkeit zur Schnellreise
  • Präzise Steuerung
  • Lange Spielzeit
  • Toll designte Spielwelt
  • Freiraum für Entdecker
  • Hervorragender Soundtrack
  • Gute Synchronisation
  • Typisches "Mass Effect"- Feeling

Schlecht

  • Hauptstory mau
  • Überflüssiges Planeten-Scannen
  • Begleiter können nicht individuell ausgerüstet werden
  • Zwischensequenzen brechen teilweise ab
7.8

Gut