Playstation Vita (Hands On)

Miguel Bethke
News

Sony rief und wir folgten in Richtung Köln, befassten uns mit dem neuesten Streich des japanischen Prestige Unternehmens; der Playstation Vita.

Im Netz gibt es ja mittlerweile viel Geflame, viel Genörgel und vor allen Dingen viel zu viele Gerüchte, bei denen man sich fragt ob der Schreiberling auch nur einmal eine PS Vita in den Händen hielt. Wir wollen daher einfach mal einen neuen Weg einschlagen und ohne viel Text Bla Bla darlegen, wie der Erst – bzw Zweiteindruck der PS Vita bei uns gewirkt hat.

Handhabe
Die PS Vita liegt so gut in der Hand, wie ein Porsche auf dem Nürnburgring in der Kurve liegt. Sony möge mir die Kritik an der regulären PSP verzeihen, aber anhand des markanten ausbalancierten Gewichts der PS Vita, hat man jederzeit das Gefühl, das Gerät gut bedienen zu können, was bei der PSP leider nicht wirklich der Fall war. Die beiden Analogsticks liegen ebenfalls in perfektem Abstand zueinander, so dass man hier auch keinen Grund zum Meckern haben sollte, da hier Zugang für jeden geschaffen wurde. Im direkten Vergleich zum Nintendo 3DS mit Circle Pad Pro hat die PS Vita hier ebenfalls die Nase vorne.

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Display
Das Display der PS Vita ist gut auf Dauerbetrieb unter Extrembedingungen geeicht worden. Die Spiegelung, die man sonst recht häufig bei Handheld Geräten feststellen kann, ist auf ein erträgliches Minimum reduziert worden. Unser Extrembedingungstest (leicht verschmierte Finger, dank des guten Catering) lieferte dann ebenfalls das Ergebnis, dass das Display schon arg strapaziert werden muss um die üblichen Fettfingerschmierschlieren auf dem Display zu hinterlassen. Man vergleiche nur mal das eigene iPhone Display, welches recht anfällig für Schlieren und Fingerschweissrückstande ist. Selbst wenn zwei Personen parallel am Display hantieren und Rätsel lösen (awwww cute) gibt es keine Rückstände.

Touchscreen und Rückseitentouchfläche
Zum Touchscreen habe ich ja schon einiges geschrieben, daher kümmern wir uns um das weitere Feature der PS Vita, der drucksensitiven Rückseite. Hierzu muss man sagen dass die Übersetzung von Druckmoment und Darstellung auf dem Display ohne Verzögerungen stattfindet. Allerdings benötigt man eine kleine Lernkurve um durch Gehirn/Augenakrobatik genau zu wissen, an welcher Stelle nun die eigenen Finger hinten das Gerät antippen. Ich sage jetzt einfach mal anhand meiner Kollegin, die noch nie eine PSP in der Hand hielt, dass die Lernkurve je nach Spiel circa 2 Minuten maximal beträgt.

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Grafik
Die Grafik der PS Vita ist eines, gestochen scharf und wirkt komischerweise dank des Displays und der Masse an grafischen Spielereien sehr plastisch und manchmal hat man den Eindruck, recht nahe an einer 3D Darstellung teil zu haben. Hier darf man sich als Spieler durchaus ausmalen, was uns die kommenden PS Vita Spiele so zaubern werden. Stellt euch einfach die Playstation 3 Grafik vor, nur ohne kleine Kantenflackereien. Hier werde ich jetzt auch direkt die Gunst der Stunde nutzen um Kritik am 3DS bzw am Preis der Spiele zu äussern. Denn wenn man die Spiele alleine schon von der Optik vergleichen würde, ist der Preis für PS Vita Spiele durchaus gerechtfertigt, während der Preis für Nintendo 3DS Module teilweise nicht nachvollziehbar ist.

Launchumfang
Skype, Facebook und diverse Programme werden zum Start der PS Vita verfügbar sein. Sony will mit dieser Vorgehensweise ein klares Statement in Richtung Zukunft des portablen Gamings setzen. Ich lehne mich jetzt vielleicht etwas weit aus dem Fenster aber ich behaupte einfach mal, dass die PSP Vita selbst dem iPhone in gewisser Weise das Wasser abgrasen kann. Der Grund liegt im versteckten Potential, welches die PS Vita durchaus zu bieten hat. Wir haben uns nämlich die Mühe gemacht, nicht nur Spiele zu beaugapfeln, sondern auch ein bisschen im Gerät selber geschaut, was denn alles noch drin sein kann. Hier wird die Vita langfristig punkten können und noch für die eine – oder andere Überraschung gut sein. Besonders was Apps angeht.

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Fazit
Die PS Vita ist für mich persönlich ein Monster, im positiven Sinne. Denn es passiert nur selten, dass ich von einem Gerät regelrecht erschlagen werde und jemanden um Hilfe bitten muss. So ist es aber geschehen und ich danke meiner netten Begleitung dafür, mir bei dem besagten Rätselspiel eine wahre Hilfe gewesen zu sein. Es wird allerdings auch sehr viele Spieler geben, die ebenso wie ich, zu Beginn von der PS Vita eingeschüchtert sein werden. Das Ganze wird dadurch verstärkt, dass gerade diejenigen, die sich schon mit PSP, 3DS, Xbox360 und PS3 auseinander gesetzt haben, hier nun dem Portable Gaming 3.0 gegenüber stehen. Das heisst, Nutzung aller Ressourcen wie Touchscreen auf Vorder – und Rückseite, Neigungsmechanik, grafischen Overkill, multiple Applications und mehr. Die Zukunft gehört der PS Vita, soviel ist mal sicher.

Miguel Bethke
Chefredakteur, Vogelspinnenhalter mit Vorliebe für Strategie sowie Japano Spiele. Mag japanisches Essen und fiebert Fallout 4 entgegen.

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