Uncharted : Golden Abyss

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Uncharted : Golden Abyss
Uncharted : Golden Abyss

Sony Computer Entertainment und Naughty Dog haben mit der Uncharted Serie einen Trend gestartet, der den Abenteurer in uns weckt. Trotz vieler Klischees und einigen B Movie Elementen lieferte die Uncharted Serie von Teil zu Teil eine kontinuierliche Steigerung des Begriff „Hollywoodaction“. Daher ist es auch nicht sonderlich verwunderlich, dass man der PS Vita zu ihrem Launch einen Uncharted Titel mit in die Wiege legt, der es schafft, das Dilemma eines Launchtitels vergessen zu machen. Uncharted Golden Abyss ist das große Abenteuer für die kleine Tasche.

In seinem ersten PS Vita Abenteuer stolpert Nathan Drake über das dunkle Geheimnis eines vor ungefähr 400 Jahren stattgefundenen Massakers an einer Expeditionscrew, welches bis heute noch seine düsteren mystischen Kreise zieht. In Zentral Amerika interessiert sich nicht nur Team Drake für dieses Geheimnis, sondern auch ein alter Freund namens Jason Dante und eine undurchsichtige Archäologentochter namens Marisa Chase. Der Wettlauf um die Wahrheit beginnt.

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Dass man als Uncharted Spieler recht hohe Erwartungen an Golden Abyss hat, liegt im Ausgangsmaterial begründet. Die Uncharted Serie besticht durch ihren sehr eigenen Style den man als eine Mischung aus Heldenepos und Comedy bezeichnen kann, neben sehr epischen Zwischensequenzen und Herzinfarkt Passagen. Golden Abyss geht allerdings einen leicht anderen Weg, der aber nicht minder interessant ist. Bei Nathan Drakes Vita Abenteuer steht nämlich der Stealth Faktor nebst realistischer Action im Vordergrund. So sollte man keine ellenlangen halsbrecherischen Popcorn Aktionen erwarten, sondern vielmehr knallharte und kurze Überlebenspassagen.

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So wurden Actionsequenzen, welche auf der PS3 in vollen 20 Minuten auszelebriert werden können, auf ihren wesentlichen Bestandteil angepasst. Zum Beispiel keine Klettereskapaden, bei denen 10 Minuten lang die Spannungskurve erzeugt wird. In Golden Abyss hängt man direkt über einem reissenden Fluss und muss den eigenen Hintern so schnell wie möglich retten. Genau dieser Umstand, dass man in Golden Abyss ruhiger aber direkter vorgeht, verleiht Golden Abyss den Charme eines guten Neuinterpretation. Man könnte es mit dem Dawn of the Dead Remake von Zack Snyder vergleichen, bei dem man sagen muss, dass der Ur Dawn of the Dead von Romero der Klassiker ist, während man im Remake direkt auf Schlüsselelemente zielt und diese nutzt. Genau so sollte es sein, wenn man großes Ausgangsmaterial ohne Qualitätsverlust portieren will.

Dass es sich Sony nicht nehmen lässt, die Hardware der PS Vita auch in Uncharted Golden Abyss vollstens auszunutzen, ist keine Überraschung. So klettert Drake durch streicheln auf der Rückseite an Wänden hoch, Gegner werden ebenfalls durch geschicktes berühren in ein Fadenkreuz positioniert. Hier bedarf es aber ein wenig Eingewöhnungszeit, da es manchmal zu kleinen Ziellags kommt, wenn man es mit mehreren Gegnern zu tun hat. Hier hilft dann Deckung suchen, etwas warten und dann ganz behutsam jeden einzeln aufs Korn zu nehmen. Allerdings sollte man hier mal mit einem Patch nachhelfen.

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Grafisch hat man hier einen Bombasttitel am Start, der sich fast kaum von Playstation 3 Grafik unterscheidet und somit in der Uncharted Tradition ebenfalls seinen Platz finden wird.

Uncharted Golden Abyss steht in der Uncharted Tradition. Eine sehr gute Inszenierung, die grafisch opulent erscheint und die Hauptmerkmale der Uncharted Reihe in ehrlicher Art und Weise für die PS Vita umsetzt. Einzig bei der Zielmechanik hat man etwas geschlafen.

Miguel Bethke
Chefredakteur, Vogelspinnenhalter mit Vorliebe für Strategie sowie Japano Spiele. Mag japanisches Essen und fiebert Fallout 4 entgegen.

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