gamescom 2013 : Dead Island: Epidemic

Miguel Bethke
Gamescom

Von Denise Meyer & Sabrina Radegast

Als wir zum noch streng geheimen Dead Island Event eingeladen wurden, dachten wir noch „uuuhh ein neuer Titel aus der Reihe wird vorgestellt und das so kurz nach dem Release von Riptide“. Gut dem war dann nicht so, denn vielmehr wurde das ZOMBA (Zombie Online Multiplayer Battle Arena) Spiel Epidemic vorgestellt. Der Steam Exklusiv-Titel wird als F2P Spiel 2014 erscheinen und kann von bis zu zwölf Spielern gespielt werden. Seid ihr bereit an der nächsten Generation des Ausbruchs mitzumischen ?

Das Besondere an dem Spiel: im Gegensatz zu den Alleingängen in den Vorgängern, müssen die Spieler nun zusammenarbeiten und sich verbünden, um gegen die Zombiescharr und andere Gruppen antreten zu können. Wie bereits erwähnt sind die Zombies nicht unser einziges Problem, deswegen gibt es den Modus PvPvPvE, was soviel heißt wie: Player vs. Player vs. Player vs. Epidemie. Es treten drei Viererteams gegeneinander an und müssen zudem noch herannahende Zombiehorden, bestehend aus normalen Walkern bis hin zu stark infizierten Kreaturen und Super-Bossen abwehren. Wir können uns aber auch mit den anderen Teams vereinen, jedenfalls solange wie noch Nutzen aus dieser Verbindung gezogen werden kann und Infizierte ihr Unwesen treiben. Das ist praktisch, denn manche der Bosse erfordern mitunter das Zusammenarbeiten aller Teams, um sie niederzuringen. Danach können wir den anderen Teams immer noch hinterrücks den Garaus machen.

Dead Island: Epidemic ist darauf ausgelegt, dass ohne große Einführung direkt hineingesprungen werden kann. Intelligente Zusammenarbeit und Engagement sollen belohnt werden. Als Action-Spiel in erster Linie, lässt Epidemic die Spieler eintauchen, kommt aber recht schnell zu wilden Schieß-, Loot- und Schlag-Einlagen.

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Im Gegensatz zu anderen MOBAs, wird das Gameplay nicht auf das Angreifen feindlicher Basen ausgelegt sein, sondern auf den Kampf um Kontrollpunkte und verschiedene Ziele die auf der Karte verstreut sind. Dies bietet eine Umverteilung, ein dynamisches Gameplay bei dem die Spieler ständig ihren Fokus neu anpassen müssen und sich gelegentlich mit vollkommen entgegengesetzten Kräften zusammen tun müssen.

Und so wird eine Partie gespielt: Drei Teams à vier Spielern spawnen an ihren jeweiligen Teampunkten auf der Karte. In der Umgebung gibt es zudem noch weitere Markierungen, es gibt neutrale Punkte, die von den Teams übernommen werden müssen und einen fetten Endboss. Um so einen Punkt einzunehmen, kämpfen wir uns zur jeweiligen Stelle vor, treten in den Mittelpunkt ein und bestätigen die Übernahme durch eine Taste. Nun übernehmen wir langsam diese Einheit auf der Karte. Natürlich stehen wir dabei nicht nur da und gucken blöd in der Luft herum. Anrückende Zombies oder andere Teams können unser Vorhaben vereiteln. Deswegen ist es auch wichtig, dass wir mit unseren Team unterwegs sind, denn im Alleingang wird das wohl nichts.

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Haben wir dann den Punkt übernommen, können wir uns entweder um weitere Stellen, Zombies oder die anderen Teams kümmern, oder wir beginnen schon mal den Bossgegner zu traktieren. Vorher gehen wir lieber nochmal schnell zurück und regenerieren unsere Gesundheit, dann kann es weiter gehen.

Epidemic verfügt über ein umfangreiches Crafting-System, indem die Spieler das Waffenarsenal ihrer Wahl schmieden können. Es wird hunderte von Waffen, Plunder und Gegenstände geben, mit denen Spieler alberne, aber effiziente Waffen anfertigen können. Sind diese einmal fertiggestellt, können sie weiter ausgebaut und verbessert, um dem vollen Umfang des Spielerprofils und der Spielweise gerecht werden zu können. Das Kombinieren der Waffen und deren Auswirkungen und Vorteile bieten eine enorme Bandbreite an möglichen Einstellungen und eine ganz neue Art des Gameplay in diesem Genre. Des Weiteren sind die Entwickler gerade noch bemüht, viele weitere Waffen ins Spiel zu bringen.

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Das schöne Insel-Setting wurde beibehalten, jedoch spielt man das Ganze nun aus der Vogelperspektive. Dadurch hat sich natürlich auch die Steuerung geändert, die ist im ersten Moment etwas ungewohnt. Mit den Tasten WASD bewegen wir uns fort, das ist ja okay, die Maus gibt aber dazu noch die Richtung an. Eigentlich ist diese Steuerung gut gemacht, aber es hat doch kurz gedauert, bis sich das eingeprägt hat. Besonders beim Kämpfen. Wenn Horden von Zombies auf uns zu gekommen sind, war nicht immer viel Zeit zum überlegen: Hingehen und umschlagen. Wenn wir in diesen Moment beispielsweise nach links schlagen wollen, unsere Figur aber am Gegner vorbei schlägt, nur weil der Mauszeiger mal wieder woanders hinzeigt, ist das etwas frustrierend. Aber wie gesagt, dass waren nur Anfangsschwierigkeiten und wahrscheinlich auch nur die unsere.

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Fazit: Anders als erwartet, doch trotzdem recht angenehmes Spielerlebnis. Klar, wir haben einen Nachfolger erwartet, der vom Gameplay ähnlich der ersten Teile ist. Wenn wir nur kurz vergessen, dass Epidemic der dritte Teil von Dead Island ist, sondern ein komplett neues Spiel mit Zombies auf einer Insel ist, dann könnte es sogar viel Spaß machen, Dead Island Epidemic zu spielen.

Miguel Bethke
Chefredakteur, Vogelspinnenhalter mit Vorliebe für Strategie sowie Japano Spiele. Mag japanisches Essen und fiebert Fallout 4 entgegen.

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