Erfolgreiche Kampagne auf Kickstarter – Virtual Reality-Anzug erscheint noch in diesem Jahr!

Miguel Bethke
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Seit Februar diesen Jahres zieht auf Kickstarter eine Kampagne des Unternehmens NullSpace große Aufmerksamkeit auf sich. Hierin verspricht das Unternehmen einen Virtual Reality (VR) Anzug der nächsten Generation zu entwickeln – das Finanzierungsziel von 80.000 USD wurde dabei schon nach wenigen Wochen deutlich überschritten.

Verläuft alles planmäßig, erwartet Spieler weltweit noch in 2017 eine völlig neue Dimension des Gameplays. Um dieses Erlebnis zu ermöglichen, hat das Team um Chefentwickler Casey Wladren und Minsoo Lee verschiedene Komponenten verbaut, um jede Muskelgruppe des Oberkörpers gezielt ansprechen zu können. Wird der Träger des VR-Anzuges im Spiel vom Gegner berührt oder gar getroffen, übertragen sich die Impulse auf die jeweilige Komponente an Schultern, Brustkorb, Unterleib, Armen oder Rücken. Der Spieler erhält so ein direktes Feedback zu seinen Handlungen im Spiel und kann die Informationen deutlich schneller im Vergleich zu den sonst rein visuellen Impulsen verarbeiten.

Zusätzlich zu den physischen Impulsen verspricht der Anzug ein System aus Sensoren, die das virtuelle Abbild des Trägers in das jeweilige Spiel transportieren können. Um einen hohen Tragekomfort zu gewährleisten, haben die Entwickler dabei bewusst auf Impulsgeber und Sensoren am Kopf verzichtet. Vielmehr errechnet die integrierte Software die Lage von Kopf und Beinen anhand des Oberkörpers und sendet so ein Ganzkörperbild an das Spiel.

Spannend sind an dieser Stelle sicher zwei Aspekte: Alternative Produkte der Konkurrenz und kompatible Spiele zum Markteintritt. Als zwei Mitstreiter sind hier KOR-FX und Subpac festhalten. Beide haben bereits ihre Produkte auf dem Markt, spielen aber mindestens eine Liga unter NullSpace. Der deutlich niedrigere Preis rechtfertig aber auch ihre Existenz und stellt für jeden eine Alternative dar, der sich nicht die 600 USD leisten kann oder will, die der neue VR-Anzug bei Markteinführung wahrscheinlich kosten wird. Was die Kompatibilität mit anderen Spielen angeht, so setzt der Hersteller anfangs auf den sogenannten Audio-Modus. Dieser verarbeitet den Audiooutput des Spiels und setzt entsprechende Impulse. Um die volle Stärke zu entfalten benötigt es aber speziell entwickelte Spiele, von denen Kickstarter bislang lediglich 10 bis 15 Titel auflistet. Mehr sollten definitiv folgen, sobald sich die Technik am Markt etabliert hat.

Abschließend lässt sich festhalten, dass die Veröffentlichung des Anzuges sicher von der gesamten Szene mit Spannung erwartet wird. Während Virtual Reality Brillen vor allem Games aus den Bereichen Sport, Casino Spiele (hier spielen) und Racing bereicherten, kommen nun Fans von Ego-Shootern mehr denn je auf ihre Kosten.

Miguel Bethke
Chefredakteur, Vogelspinnenhalter mit Vorliebe für Strategie sowie Japano Spiele. Mag japanisches Essen und fiebert Fallout 4 entgegen.

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