Zu Besuch bei Nintendo: Das Switch-Preview

Hannah Gottfried
Specials Diverses

Der Mann und die Frau stehen sich gegenüber und sehen sich tief in die Augen.
Ein arrogantes Lächeln bildet sich auf seinem Mund, während er den Controller langsam runter bewegt.
Was sich erst mal komisch anhört, ist eine Szene vom Nintendo Switch Event, welches wir am 24. Januar in Berlin besucht haben.

Wir hatten die Möglichkeit exklusiv für euch mehrere Spiele auf der Nintendo Switch zu testen und eins können wir im Voraus sagen: Wir hatten wirklich unglaublich viel Spaß.
Nachdem wir die Tore durchschritten hatten, befanden wir uns in den heiligen Hallen.

Als erstes hatten wir die Möglichkeit, 1-2-Switch zu testen. 1-2-Switch besteht aus mehreren Minispielen, die man gemeinsam bzw. gegeneinander spielen kann. So können wir zum Beispiel Bauer spielen und Kühe melken. Und wir müssen hierbei die Sensibilität der Controller ziemlich loben: Jede Bewegung wird perfekt erkannt und im Spiel wiedergegeben.
Neben dem Melken der Kühe gibt es ein Westernduell; ein Spiel bei dem man einen Safe per Rotation öffnen muss, ein kleines Tanzspiel, einen Schwertkampf in dem man das Schwert durch Klatschen aufhalten muss und ein Schätzspiel. Kurzweilig machen diese Spiele wirklich Spaß, und das Kugelspiel hat uns von den Vorzügen der Switch überzeugt, doch für 50 Euro lohnen sich diese kleinen Partyspielchen nicht.

Natürlich haben wir auch echte Nintendo-Klassiker auf der Switch getestet, darunter auch Mario Kart 8 Deluxe.
Mario Kart 8 gab es schon für die Wii U, und nun gibt es das Spiel mit dem Namenszusatz Deluxe auch für die Switch. Neben neuen Rennstrecken und neuen spielbaren Charakteren wurde auch der Schlachtmodus überarbeitet und wir können wieder gegen unsere Freunde spielen und ihre Ballons zum Platzen bringen.
Im lokalen Modus können wir nun auch mit bis zu acht Spielern gleichzeitig unsere Fahrerqualitäten unter Beweis stellen. Angeschlossen an den Fernseher unseres Vertrauens glänzt das Spiel mit 1080p-Auflösung.

Natürlich konnten wir auch das Switch-Flagschiff The Legend of Zelda: Breath of the Wild anzocken und ich als Zelda-Fan habe mich natürlich sofort verliebt. Die Grafik ist etwas Besonderes und auch das Spielsystem wurde verändert. So wurde zum Beispiel ein Loot-System eingeführt, aber auch ein Crafting-System. So nehmen unsere Waffen Schaden und ohne altbekannte Waffe ist unser Link ziemlich hilflos. Dafür können wir jetzt aber Äste im Wald aufheben und damit unsere Gegner in den ewigen Schlaf gleiten lassen.
Der Anreiz der Open-World ist natürlich da, da gibt es natürlich die Befürchtung: Ist das wirklich noch Zelda?
Mit Loot- sowie Crafting-System und Open-World eröffnet sich uns ein ganz neues Zelda und zumindest ich kann sagen, dass mich die ersten 20 Minuten des Spiels wirklich gefesselt haben und ich den Controller eigentlich gar nicht aus der Hand geben wollte.

Wir hatten auch die Gelegenheit, Splatoon 2 kurz anzuzocken. Dort wird es den altbewährten Multiplayer-Modus geben und zusätzlich werden neue Waffen und Arenen eingeführt.

Und last but not least: ARMS. Was erst nach einer verbesserten Version des Wii-Boxens aussieht, hat es faustdick hinter den Ohren, oder eher hinter den Boxhandschuhen. Mit fünf verschiedenen Charakteren wie zum Beispiel Ribbon Girl oder Spring Man müssen wir unsere Gegner besiegen. Der Fokus liegt natürlich auf der Bewegungssteuerung der Controller, wobei der linke Controller unsere linke Faust und der rechte Controller unsere rechte Faust imitiert. Doch wir boxen nicht nur, unsere Arme sind extrem dehnbar und mit viel physischem Verständnis müssen wir versuchen unsere Gegner zu treffen. Neben einem Abwehr- bzw. Abblockmechanismus gibt es auch geniale Komboangriffe.
ARMS hat wirklich viel Spaß gemacht und wir mussten uns wirklich anstrengen uns gegenseitig zu treffen, planen wohin unser nächster Angriff geht, und nicht nur wahllos mit dem Controller hin und her schlagen.

Nun stellt sich als letztes natürlich die Frage: Lohnt sich die Nintendo Switch überhaupt?
Nachdem ich nach dem Spielen erst mal ziemlich gehyped war und die Konsole unbedingt kaufen wollte, komme ich nach reichlichem Überlegen zu einem anderen Entschluss. Natürlich macht die Switch Spaß und ist nicht so schlecht und nutzlos, wie manch einer sie gerne darstellt. Aber meiner Meinung nach sind zumindest die Switch-exklusiven Spiele (z.B. 1-2-Switch) eher kurzweilig und werden bereits nach wenigen Minuten relativ langweilig.
Für mich lohnt es sich momentan noch nicht, die Nintendo Switch zu kaufen. Dafür ist, meiner Meinung nach, das Spieleangebot einfach zu mager. Auch wenn die Switch mit exzellenter Grafik und sensibler Bewegungssteuerung glänzt. Abschließend können wir nur abwarten, was Nintendo zukünftig noch mit der Switch vor hat.

Hannah Gottfried
Videospiele- und Anime-Fan der ersten Stunde auf der Suche nach dem Sinn des Ragequits.

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