Warhammer Quest (PC)

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Warhammer Quest (PC)
Warhammer Quest (PC)

Zur Information : Test basiert auf der Premium Version des Spiels, dennoch nehmen wir Bezug zu den preisgünstigeren Varianten von Warhammer Quest.

Warhammer Quest basiert auf dem gleichnamigen Kultbrettspiel aus den frühen 90er Jahren, welches von Games Workshop vertrieben wurde und heute sehr hohe Preise bei eBay erzielt, wie eigentlich alles, was man durch eine rosarote Retrobrille betrachtet. Warhammer Quest wurde digital zuerst für iOS Geräte released und nun wurde eine PC Variante nachgeschoben die viele Fragen offen lässt.

Das Warhammer Quest Spielkonzept ist relativ einfach, aber als Tabletop für die damalige Zeit wegweisend. So erkundet man mit bis zu vier verschiedenen Charakteren diverse Dungeons auf der Suche nach Loot und Missionen. Das interessante war, dass die Spieler sich selber unendlich viele Abenteuer generieren konnten. So weit decken sich die Erfahrungswerte mit denen der digitalen Version. In der PC Version steuert man ebenfalls vier Charaktere aus jeweils vier verschiedenen Klassen. Elf, Zwerg, Barbar und Zauberer bilden die Party. Weitere Klassen sind allerdings nur gegen Aufpreis in form von In-App Käufen möglich. Das sogenannte pendeln zwischen den Dungeons und der offenen Oberwelt ist der Dreh und Angelpunkt des Spiels.

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Die Oberwelt ist die Anlaufstelle für Missionen, Side Quests und das schöne Geld verprassen um sich bessere Ausrüstung zu kaufen. Hier können die Attribute der einzelnen Klassen ebenfalls verbessert werden, vorausgesetzt man hat mit einem Kämpfer genügend Experience Points durch Dungeon Kämpfe erworben, was sich oftmals als kompliziert herausstellt. Denn das Spiel gönnt einem keinen wirklichen Sieg oder Erfolg. Beinahe jede Nebenmission die man in Angriff nimmt stellt sich im Nachinein als Draufzahl Aktion heraus, bei der der Spieler der Depp vom Dienst ist. Viele dieser Quests haben eine negative Begleiterscheinung, ihre Kosten übersteigen bisweilen kaum den wirtschaftlichen Nutzen.

Das Spiel selber ist vom Balancing her absolut unausgereift. So kann es sein, dass man sich in den zweiten Raum einer Mission begibt und nach und nach wird jeder einzelne Kämpfer getötet, von einem überzüchteten Super Gegner, das man sehr schnell die Lust verliert und sich fragt ob das nicht eine Masche ist, echtes Geld zu investieren um endlich weiterzukommen. So sollten Spiele dieser Art nicht sein. Spiele dieser Art bedeutet nicht Free 2 Play, im Falle von Warhammer Quest bedarf es immer noch des APP/Spiel Kaufs um in den fragwürdigen Genuss zu kommen. Hier trifft man ebenso auf den Gierfaktor.

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Während die iOS Variante circa 5 Euro in der Grundausführung kostet, schlägt die identische PC Version mit knapp 15 Euro zu Buche. Insgesamt müsst ihr in etwa 40 Euro investieren, um das Spiel mit allen Spielaspekten spielen zu können. Oder aber ihr entscheidet euch für die knapp 30 Euro teure Variante, die ebenfalls sämtliche Inhalte bietet. Das Manko ist hier wie gesagt das Balancing des Spiels, selbst in der Vollversion, stösst man häufiger als es passt auf chronische GEldknappheit, nicht nur am Ende des Monats. Dann hat man als Spieler die Wahl entweder einen Betrag XYZ zu investieren um Zeit zu sparen oder aber man grindet sich durch belanglose Quests.

Ist es gerechtfertigt, sich die „Vollversion“ zu kaufen, kann ganz klar verneint werden, da einem das Spiel nicht wirklich etwas liefert, was man als abwechslungsreich oder spaßig betrachten könnte. Wir raten von der digitalen Warhammer Quest Variante ab und empfehlen euch den Kauf des teuren Brettspiels, das wenigstens an Wert gewinnt.

Miguel Bethke
Chefredakteur, Vogelspinnenhalter mit Vorliebe für Strategie sowie Japano Spiele. Mag japanisches Essen und fiebert Fallout 4 entgegen.

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