Unit 13
Unit 13

Zipper Interactive, die sich für die SOCOM Reihe ein Denkmal in den Köpfen der Spieler gesetzt haben, wagen nun einen etwas anderen Ausflug. Ihr Ziel ist die PS Vita, die mit Unit 13 ihren ersten reinen Shooter Titel erhalten soll. Ironischerweise geht diese Mischung auf und Unit 13 punktet mit einem hohen Wiederspielfaktor Das ist korrekt ein portabler Shooter der einen höheren Spielwert besitzt als so mancher Tripple A Shooter auf Konsole. Ich war ebenfalls erstaunt wie ihr. Brauchen Spieler bei Shootern eingentlich die Inhaltsangabe zur Story? Eigentlich nicht, denn irgendwo auf der Welt benimmt sich irgendwer daneben und eine geheime Unterorganisation der CIA sieht sich dazu berufen die besten der besten ins Gebiet zu schicken um Crisis Control zu betreiben. So siehts auch in Unit 13 aus; töte weil du musst.

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So darf sich der Hosentaschensöldner gleich zu Beginn aussuchen, welchen Spielmodi er auswählt. Zur Auswahl stehen die Solo Campaign, Tagesmission, Online Coop Campaign und ein sogenannter High Value Target Modus. Hier sind die Namen eigentlich Programm und daher sei nur die Tagesmission als kleiner Kritikpunkt erwähnt, denn beim spielen dieser Missionen kam es ab und an zu kleineren Bugs im Bereich Sound oder Musik. Hier sollte mit einem Patch nachgeholfen werden. Die reguläre Campaign umfasst insgesamt über 30 Missionen, was für einen Shooter insgesamt recht viel ist aber für einen Hosentaschenshooter schon eine Hausnummer darstellt. Die Missionen unterscheiden sich dabei sogar vom Aufbau her, was ebenfalls eine gewisse Abwechslung in das Söldner Tagesgeschäft bringt. So gibt es zum Beispiel Elite/Veteran Einsätze bei denen man über keinerlei Checkpoint System verfügt und so jede Mission als Mission Impossible ansehen sollte. Auf der anderen Seite stehen noch Stealth sowie Zugriffsmissionen, bei denen es nur darum geht bestimmte Ziele zu erreichen. Diese Abwechslung sorgt schon für einen gewissen Suchtfaktor, da man immer wissen möchte, was man in der nächsten Mission als Hauptziel zu erreichen hat.

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Nach Abschluss der einzelnen Abschnitte erhält man Creditpunkte, die man dazu benutzen kann, die Waffen aufzurüsten da man durch die kleinen Level Ups immer bestimmte Gegenstände freischalten kann. Hier sei dann erwähnt, dass man daher die Missionstypen genaustens analysieren sollte, da spätere Missionen sonst richtig übel werden können, da die Feind KI unberechbar agiert, von lobotomierter Blumenkohl bis zu Ninja Gott ist ein breites Spektrum an gegnerischen Aktionen vorhanden. Es bietet sich daher an, auch in Nicht Stealth Missionen, lieber den Weg eines Solid Snakes zu gehen, denn ihr als Held der Helden seid leider nicht allzu Kugelsicher.

Der hohe Wiederspielwert von Unit 13 beruht auf einem einfachen sowie gleichzeitig richtig guten Prinzip. Nach jeder erfolgreich abgeschlossenen Mission, schaltet sich ein dynamischer Modus frei, für diese Mission. Der dynamische Modus würfelt Missionsparameter zusammen und sorgt so für ein immer neues Spielgefühl. Zum Beispiel kann ein Level, in dem ihr im Stealth Modus irgendwelche Bomben platzieren müsst, plötzlich zu einer Geiselrettungsmission im Stealth Gewand werden oder aber umgekehrt. Daher lohnt es, auch nach Abschluss des Spiels nochmals im dynamischen Modus zu verweilen.

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Der Coop Modus ist ebenfalls ein kleines Glanzstück, da dieser wirklich flüssig und gut funktioniert und man sogar die Möglichkeit hat, per PS Vita Mikrofon taktische Vorgehensweisen zu planen. Allerdings sollte man in de Bahn oder im Bus darauf verzichten, denn ein lautstarkes „Ok ich schiesse der Arschgeige in den Kopf und du messerst die anderen zwei von hinten ab“ kann doch etwas sehr befremdlich auf die anderen Reisepassagiere wirken.

Grafisch präsentiert sich Unit 13 als ein gesunder Mittelwert zwischen anonymer Sterilität und Detailarmut und praktikablem Straight to the Core Prinzip. So sollte man keine WipeOut 2048 oder Uncharted Golden Abyss Augenweide erwarten, aber Unit 13 braucht sich auch nicht vor anderen Titeln zu verstecken. Überzeugen kann auch die Steuerung, da man zwar zu Beginn etwas frickeln und rumhantieren muss, aber nach circa 15 Minuten hat man dann das Unit 13 Prinzip auch verinnerlicht.

Unit 13 ist dank des dynamischen Modus ein neuer Schritt in Richtung „Shooter anspruchsvoller zu gestalten“ zwar mucken die Tagesmissionen öfters auf und grafisch ist hier nicht allzuviel zu holen, aber dank des hohen Wiederspielwert kann man auch hier getrost zugreifen.

Miguel Bethke
Chefredakteur, Vogelspinnenhalter mit Vorliebe für Strategie sowie Japano Spiele. Mag japanisches Essen und fiebert Fallout 4 entgegen.

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