Zu Besuch auf der Retrobörse in Bochum

Markus Hardtke
RetroAktiv

Samstag, 12. September 2015: die Menschenschlange erstreckt sich bis auf die Straße und in den angrenzenden Fußweg halb ums Gebäude herum … Retrofans warten auf die Eröffnung … es ist wieder Retrobörse! Zum zweiten Mal in diesem Jahr nach unserem Besuch in Oberhausen im Mai hat es Benjamin und mich wieder zur „Retrobörse für klassische Videospiele im Ruhrgebiet“ verschlagen. Das Falkenheim im Bochumer Zentrum betreut normalerweise allerlei spielende Kinder, an diesem Samstag jedoch dürfen sich Besucher auch nochmal jünger fühlen wenn an den zahlreichen Flohmarkt-Ständen Videospiel- und Computerzubehör aus vergangenen Tagen erlebt und eingekauft werden können.

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Tronimal ist auch wieder dabei und lässt vor dem Eingang ordentlich Melodien, Beats und Bässe erklingen – natürlich über den Game Boy! Zum ersten Mal steht auch das Obergeschoss – eine kleine Basketballhalle – als zusätzliche Etage mit weiteren Verkaufsständen offen.

Wir entdeckten erneut zahlreiche Raritäten beim Durchschlendern, welche zum Verkauf standen: japanische Super Nintendo-Module, ein Virtual Boy, Konsolenmagazine, Fachbücher, umgebaute SEGA Game Gear und Atari Lynx-Handhelds mit neuen LCD-Bildschirmen und VGA-Ausgang, original verpackte Game Boys und noch so vieles mehr…

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Trotz insgesamt kleinerer Lokalität und fehlendem Rahmenprogram weiß die Retrobörse auch in Bochum zu gefallen. An manchen Ständen lassen sich Spiele live ausprobieren, mit allen Ausstellern lässt sich fachsimpeln und mal wird gehandelt, mal auf Deutsch, mal auf Niederländisch. Wenn es gar nicht klappt probiert man es mit Englisch … man fühlt sich fast ein wenig vertraut. Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt – in der Kantine entspannt man untereinander und betrachtet seine Errungenschaften der Börse. Im Zweifel packt man einfach den Game Boy aus und verbindet sich per Link-Kabel mit einem der anwesenden Kontrahenten zu einem spontanen VS-Match wie im Jahr 1990.

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Für uns lohnte sich der Ausflug doppelt! Nicht nur um Euch davon kurz zu berichten sondern um auch selbst die eigene Retro-Sammlung zu erweitern. Für mich gab es ein paar über die Zeit verloren gegangene Papp-Inlays für Game Boy und Super Nintendo sowie die N64-Klassiker Forsaken, Need for Speed 64 – pardon: Beetle Adventure Racing – und Carmageddon 64. Für den Game Boy gab es Konami’s „Star Trek 25th Anniversary“ und für den PC das Abenteuer „Star Trek: Borg“. Benjamin hat jedoch einfach mal richtig zugeschlagen nachdem ihm ein Aussteller anbot: „gib mir zehn Euro und such Dir einfach drei Spieleboxen aus!“ … seine Trophäen: die allererste Gold Games, „Have a N.I.C.E. Day“ inkl. Add-On und Teil 2- Demo sowie Eurofighter 2000, USAF Fighter – teilweise ungeöffnet – und noch 2 NES-Controller, 1 SEGA Mega Drive Controller und ein Competition Pro … „Hat hier mal jemand eine Tragetasche?“ hallte es danach durch die Halle ehe uns ein weiterer freundlicher Aussteller die benötigten Taschen reichte.

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Gerade die angenehme Atmosphäre auf der Retrobörse weiß zu gefallen. Gegen 15 Uhr heißt es aber wieder Abschied nehmen wenn Aussteller ihre Schätze wieder zusammenpacken und das Falkenheim die eine Kinder-Generation verabschieden muss und für die nächste wieder flott gemacht wird. Auch wir machen uns vollgepackt auf dem Heimweg vollgepackt mit dem sicheren Gefühl, bald wieder hierher zurückzukommen wenn es wieder heißt: Retrobörse für klassische Videospiele im Falkenheim Bochum!

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Natürlich haben wir nicht nur einen kleinen Textbericht und Fotos mitgebracht sondern auch ein kleines Video für Euch vor Ort gedreht. Ihr findet es auf dem TVGC-YouTube-Kanal direkt unter

Markus Hardtke
Sushi-Freund, der die Suche nach dem Benzin für die Kettensäge in Maniac Mansion nie aufgegeben hat. Freut sich auf Deus Ex 4.

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