Renegade Ops (PSN)

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Renegade Ops (PSN)
Renegade Ops (PSN)

Hände runter, mittlerweile sollte auch der letzte Mensch gerafft haben, dass SEGA irgendwie ein Händchen dafür hat, ein recht einfaches Spielprinzip so umzumodeln, dass man nicht anders kann, als den imaginären Hut zu ziehen. So geschehen mal wieder mit Renegade Ops. SEGA hat mittlerweile den Status, bei uns eine Flat Rate für 8er oder 9er Wertungen zu kassieren.

Inferno, seines Zeichens Despot und Diktator, lässt es sich nicht nehmen, die Welt in tiefes Chaos zu stürzen ohne Rücksichte auf Verluste. Ein Unterfangen welches sogar fast ohne Widerstand funktionieren würde, gäbe es nicht US Stereotyp General Bryant, der wie es eben so läuft, nicht mit Terroristen verhandelt, sondern zu Taten schreitet. Im Gepäck seine Die Hard Clique bestehend aus Roxy, Gunnar, Diz und Armand. Bei diesen vier ist der Name Programm und wir wollen mal nicht verraten wer aus welchem Land kommt, denn das darf der Spieler dann selber herausfinden.

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Jeder der vier Charaktere kann sich ebenfalls hinter das Steuer von Humvees oder Helikopter setzen, mit dem man sich in Schlachtengetümmel stürzt. Dazu hat jeder noch einen Bonusmove, der individuell auf den Charakter zugeschnitten ist, um Gefechte abzuschliessen. So ist es möglich einen Bombing Run zu rufen, der reichlich Raketen auf den Boden schlagen lässt und feindliche Stellungen in Sekunden dem Erdboden gleichmacht, um nur einen Moves zu nennen. Die verschiedenen Stärken der einzelnen Charaktere bringen dann auch eine Flexibilität ins Spiel, da zum Beispiel nicht jeder Spieler mit flächendeckenden Aktionen zurecht kommt und dafür Feinde lieber präzise aufs Korn nimmt. Hier darf man dann den Flug im Helikopter auch regelrecht geniessen, wenn man sich selber dabei erwischt, „Good Kill, Good Kill“ zu rufen.

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Die Steuerung in Renegade Ops sollte all denen bekannt vorkommen, die schon Dead Nation und andere Iso-Sicht Shooter gespielt haben. Linker Analogstick bewegt Charaktere und mit dem rechten justiert man das Feuer der Waffen in alle Richtungen. Dank der eher neumodischen Thematik wirkt Renegade Ops aber einfach flüssiger als Dead Nation und Co, da hier auch eher viel wert auf Geschwindigkeit und Hyperaktivität gelegt wird. Manchmal ergibt dies einen Eindruck von Shmump umgewandelt auf Iso-Sicht. Die eben genannten Special Attacken werden mit der Schultertaste aktiviert.

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Grafisch ist Renegade Ops wirklich faszinierend. Für einen Downloadtitel darf man sich über detailreiche Areale und bunte Gegner sowie satte Explosionen freuen, bei denen keine Kosten und Mühen gescheut wurden. Denn der Download ist ja über einen GB groß. Das eigentliche Sahnestück in Renegade Ops ist allerdings nicht die Grafik, sondern der formidable Coop Modus, bei dem man entweder zu zweit an einer Konsole starten kann, oder aber man schnappt sich drei Freunde, die mit einem zusammen den Vier Spieler Modus in Angriff nehmen. Hier nochmals beste Grüße an meine Podcast Crew die es nicht für nötig hielt, mich als Veteran ins Team zu holen um Inferno den Arsch aufzureissen. Wir sehen uns beim nächsten Krieg Kollegen geniesst es, solange ihr könnt.

Miguel Bethke
Chefredakteur, Vogelspinnenhalter mit Vorliebe für Strategie sowie Japano Spiele. Mag japanisches Essen und fiebert Fallout 4 entgegen.

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