No Time to Explain (Xbox One)

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No Time to Explain (Xbox One)
No Time to Explain (Xbox One)

Laser sind gebündelte Phaserstrahlen und gigantische feindliche Krabben können durch die Zeit reisen. Macht keinen Sinn? Auch egal denn No time to explain ist eine kleine lustige Trash Granate der man ruhig ein klein wenig Beachtung schenken darf.

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Stellt euch vor ihr tanzt nackt vor eurem TV, geniesst euer Leben und eure Jugend und plötzlich erscheint euer Ich aus der Zukunft und wird vor euren Augen von einem riesigen Hai gefressen. Neben dem obligatorischen „Das nächste Mal weniger Drogen“ wollt ihr der Sache natürlich auf den Grund gehen, wäre da nicht eure Faulheit. Also setzt ihr euch wieder hin und ignoriert das große Loch in der Wand. Dann erscheint ein neues Ich aus der Zukunft und euer Abenteuer beginnt.

Um euer Leben zu retten bekommt ihr eine fette Laserwaffe, die die BFG9000 aus Doom in den Schatten stellt. Einziges Problem an der Sache, die Waffe dient nicht dazu, Feinde und gigantische Hai zu killen, als dazu, sich durch die Level zu bewegen und knifflige Rätsel zu lösen. Mit anderen Worten, eure Knarre ist ein Jetpack. Die Levels sind vielmehr kleine Micro Abschnitte in Form von zwei oder drei Bildschirmen, bei denen diverse Hindernise das Vorankommen behindern und elegant und mit Hirnschmalz umrundet werden müssen.

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Dabei ist das Spiel in einer sehr einfachen Flash Animation mässigen Grafik gehalten, die zwar funktioniert, aber dennoch nicht jedermanns Sache ist. Hier kann man sich durchaus die Frage stellen, ob im Zeitalter von Next Gen und High End PC derlei Grafiken noch zeitgemäß sind oder die Faulheit der Entwickler. Im Fall von No time to explain darf man beide Kritikpunkte verneinen. Denn der puristisch einfache Stil sorgt eben für die nötigen Kalauer und Witze, die von gut bis schlecht das gesamte Spektrum ablichten.

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Probleme gibt es im Spiel auf der Schwierigkeitsgradkurve, so sind einige Level sehr frustrierend, da man punktuell genau mit dem Laser zielen muss und einen bestimmten Winkel erreichen muss. Mehr als oft verkommen hier Routineaufgaben zu Trial and Error Hindernissen, bei denen man genervt den Controller in die Ecke feuern will. Man muss bedenken, dass das Spiel hier gnadenlose zuschlägt und Fehler zu keiner Zeit verziehen werden. So lustig und humorvoll die Story und das Setting ist, so gnadenlos wird mit dem Spieler abgerechnet.

Trotz der harten Passagen und den Anforderungen, wird No time to explain niemals langweilig, denn die einzelnen Level sind sehr schnell und flüssig und lassen keine Zeit für Stop and Think Situationen. Alles in allem ist No time to explain ein Spiel mit einigen Diskrepanzen, aber auch viel nerdigem Humor.

Miguel Bethke
Chefredakteur, Vogelspinnenhalter mit Vorliebe für Strategie sowie Japano Spiele. Mag japanisches Essen und fiebert Fallout 4 entgegen.

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