LEGO: Herr der Ringe

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LEGO: Herr der Ringe
LEGO: Herr der Ringe

In Lego Herr der Ringe spielt man verschiedene Abenteuer aus den Verfilmungen von J.R.R. Tolkiens Buchreihe nach. Die Originalgeschichten aus Die Gefährten, Die zwei Türme und die Rückkehr des Königs verzichten dabei natürlich nicht auf den typischen Lego-Humor und das charakteristische Gameplay.

Die Entwickler versprechen, das sowohl langjährige Herr der Ringe-Fans als auch mit der Saga bislang nicht vertraute Spieler von den spannenden Szenen und der epische Geschichte hingerissen sein werden. Da ich persönlich eher zu den Letzteren gehöre, mit dem Lego-Franchise dank Harry Potter und Fluch der Karibik aber durchaus gut vertraut bin, lasse ich mich mal überraschen ob das auch auf mich zutrifft.

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Wer die Wahl hat…
Wie auch schon bei den anderen LEGO Titeln schlüpfen die Spieler in die Rollen ihrer Lieblingscharaktere. So stehen neben Frodo dem Hobbit, Aragorn, Gandalf, Legolas, Gimli, Boromir sowie Frodos Hobbit-Freunde Sam, Merry und Pippin zur Auswahl bereit. Jede einzelne „Klasse“ verfügt auch hier wieder über bestimmte Charakteristika. So hat der Elb Legolas z.B. einen Bogen mit dem er auf höher gelegene Ziele schießen kann, während Gimli der Zwerg auch das härteste Gestein zum Bersten bringt. Die berühmte Schlacht um Helms Klamm steht dabei ebenso auf dem Programm wie die Erforschung des Auenlands, die Flucht aus den feurigen Höhlen des Schicksalsbergs, sowie Schlachten gegen Kankra oder die Nazgûl. Darüber hinaus gibt es Rätsel zu lösen und jede Menge Waffen und magische Gegenstände zu sammeln, darunter das Licht Earendils, das Elbenseil, sowie verschiedene Schwerter und Bögen.

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Anything new ?
Kommen wir zu den Neuerungen, denn es soll ja keiner behaupten das sich das LEGO-Franchise nicht weiterentwickelt. Da Lego Batman 2 etwas an mir vorbei gegangen ist fällt mir erst in diesem Teil auf, dss die Figuren eine richtige Sprache sprechen. Zudem bringt uns eine Erzählerin in den Zwischensequenzen die Geschichte rund um Mittelerde näher. Außerdem kann man an bestimmten Stellen, mit Hilfe sogenannter Speicherfiguren, sichern. Und auch das leidige Plattform springen wurde etwas behoben. So kommt es mir zumindest so vor als ob meine Figur von den Plattformen angezogen wird. Da ich besonders bei den ersten LEGO-Titeln viele Münzen bei riskanten Sprungmanövern verloren habe, bin ich sehr dankbar über diese Weiterentwicklung. Alles in allem ist das Auenland eine riesige offene Welt, gespickt mit allerhand Rätseln und kleinen Nebenmissionen. Denn immer wieder lernen wir neue Leute kennen, denen wir den ein oder anderen Gefallen tun sollen.

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Let´s Play together
Da ich persönlich ein großer Fan des Co-Op Spiels bin, freue ich mich regelmäßig auf die neuen LEGO Titel. Denn da das LEGO-Franchise ja auch gerne mal Spiel-Muffel vor den Bildschirm zieht, seien es nun Freunde, Geschwister oder ein Elternteil, sind viele lustige Stunden vorprogrammiert. Kaum einer lässt sich nicht von den eckigen Helden begeistern.

Besonders die Kooperation via Splitscreen hat sich im Laufe der Zeit erheblich verbessert. Während man im ersten Teil seinem Partner kaum von der Seite weichen konnte, findet man sich in Herr der Ringe sogar mehrfach auf getrennten Pfaden wieder. Dies ist vor allem bei der offenen Welt sehr willkommen. Kaum auszumalen wie es wäre, wenn man Händchen haltend jeden noch so kleinen Winkel erkunden müsste.

Nicht selten aber, arten solche Co-Op Missionen in einem Kampf um jede LEGO-Münze aus. Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich mich mit meinem Co-Op Partner bekriegt habe, weil sie sich MEINE Münzen unter den Nagel gerissen hatte. Da die kleinen Helden ja auch „sterben“ können und dabei eine paar Münzen verlieren, wurde somit direkt Rache geübt. Payback´s a Bitch.

Von Denise Meyer

Miguel Bethke
Chefredakteur, Vogelspinnenhalter mit Vorliebe für Strategie sowie Japano Spiele. Mag japanisches Essen und fiebert Fallout 4 entgegen.

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