Hitman: HD Trilogy

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Hitman: HD Trilogy
Hitman: HD Trilogy

Kaum wurden alle Ziele in Absolution eliminiert, haben Consoleros erneut die Möglichkeit ihre Klaviersaite zu straffen und weitere Exekutionsaufträge zu erfüllen. Mit der Hitman: HD Trilogy kommen die Klassiker Silent Assassin, Contracts und Blood Money grafisch etwas aufgepeppt zurück auf die Konsole. Enthalten sind neben den zwei DVD’s, wobei sich Silent Assassin und Contracts, zwischen den man im Menü wählen kann, eine Disk teilen und Blood Money sich auf der anderen befindet, darüber hinaus noch ein Code mit dem man die Sniper Challenge herunterladen kann. Hierbei handelt es sich um ein exklusives und eigenständiges Scharfschützen-Erlebnis, dass bisher nur Vorbesteller zu Hitman: Absolution als Bonusspiel kostenlos erhalten haben.

Dass der erste Teil, Codename 47, leider nicht enthalten ist finde ich etwas schade, da dieser meiner Meinung nach noch am meisten über die Geschichte hinter dem Agenten zu erzählen hatte. Allerdings war dies auch der einzige Titel, der nur für den PC erschien und hat es wohl deshalb nicht in die Box geschafft. Wie dem auch sei, machen wir uns mal auf die Jagd.

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Ich weiß gar nicht mehr ob Silent Assassin nahtlos an Teil 1 anknüpft, aber ich glaube, dass ist auch nicht so wichtig. Bevor es richtig los geht, muss man sich zwischen einem der drei Schwierigkeitsgrade entscheiden. Diese unterscheiden sich hierbei zum Beispiel zwischen der Aufmerksamkeit der Gegner und man braucht definitv mehr Geschick und mehr Versuche beim unbemerkten Ausschalten.

Nach der Auswahl erfahren wir in einer kurzen Zwischensequenz, dass zwei Männer auf der Suche nach dem tot geglaubten Agenten sind. Während die beiden zunächst im Dunkeln tappen, wissen wir bereits das sich 47 in Sizilien als Gärtner niedergelassen hat. Jeder braucht nunmal einen Ausgleich zu seinem Job.
Im Klostergarten erlernen wir zunächst die grundlegende Steuerung. Hierbei begegnen wir auch einer Vogelscheuche, die uns seltsamerweise mit ihren Blicken verfolgt. Unheimlich. Machen wir uns lieber schnell auf den Weg zum Pfarrer und legen unsere Beichte ab. Und wer hätte es gedacht. Einfach abhauen und die Vergangenheit hinter sich lassen wäre auch zu einfach gewesen. Denn diese holt 47 schneller ein als ihm lieb ist. So dauert es auch nicht lange, bis wir die Silverballers ausgraben und erneut auf Jagd gehen.
Die Steuerung des Agenten funktioniert hierbei recht gut, jedoch sehen seine Bewegungen mitunter recht hakelig aus.

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Soweit ich bisher gesehen bzw. gespielt und ich die alten Titel noch in Erinnerung habe, gleichen sich die Remakes mit ihren älteren Vorgängern. Daher glaube ich, dass man auf jegliche Neuerungen leider verzichtet hat und diese vergebens sucht. Schade eigentlicht, denn ein paar extra Features hätte bestimmt den ein oder anderen Spieler mehr zum Kauf animiert. Darüber hinaus werden Spieler den Übergang von Absolution zur Trilogie mit Sicherheit etwas befremdlich finden. Vor allem wenn sie die Klassiker noch nie gespielt haben. Denn während der Agent im neusten Teil noch über seinen Spursinn verfügt und z.B. die Wege anderer Leute voraussagen kann, ist man in den anderen Teilen auf sich allein gestellt.

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Die Missionen laufen dabei so gut wie immer nach dem gleichen Schema ab. Ihr bekommt einen Auftrag von der Agency, welcher das Ableben einer oder mehrerer Personen mit sich zieht. In kurzen Briefings erfahrt ihr anschließend wo euch die Reise hinführt und wer diesmal auf der Abschussliste steht. Ab und an wird euch dabei Bild- oder Videomaterial der Opfer bereit gestellt, was die Suche einfacher gestaltet. Dann infiltriert ihr Anwesen, verkleidet euch, schaltet euer Ziel aus und verschwindet klammheimlich wieder. Oder stürmt in Rambo-Manier hinein und schießt alles kurz und klein, wie ihr eben mögt. Wobei euch ein solches Gefecht jedoch nur selten ans Ziel bringt. Denn in den alten Titeln lag der Fokus eindeutig im lautlosen Töten und das wahllose Rumballern wurde eher „bestraft“. Trial and Error sag ich da nur, denn es braucht schon ein paar Versuche um völlig unentdeckt ans Ziel zu kommen. Das Ganze streckt sich dann über 40 Level, von denen manche Settings skurriler nicht sein könnten. Ich sage nur, SM-Party in der Schlachterei. Nunja, wems gefällt.

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Während man im ersten Spiel (Silent Assassin) noch ein Tutorial abschließen muss, bevor man richtig loslegen kann, liegt es in Contracts dem Spieler frei ein solches zu absolvieren. Allerdings wäre es auch hier angebracht gewesen, da ein paar Knöpfe im dritten Teil anders belegt wurden. Damals als die Spiele in einem Abstand von zwei Jahren erschienen, fiel dies nicht besonders auf. Jetzt wird dem Spieler allerdings dadurch ein kleiner Stein in den Weg gelegt.

Die Grafik kann sich mitunter durchaus sehen lassen. Während Silent Assassin noch recht kantig daher kommt (kein Kritikpunkt denn immerhin ist das Spiel schon 10 Jahre alt), werden die Nachfolger immer schöner. Die Trilogie zeigt zudem wie sich die Grafik, Steuerung und KI schrittweise weiterentwickelt haben. Es verdeutlicht nicht nur den Werdegang des Franchise ansich, sondern auch die allgemeine Verwandlung von Videospielen hinzu kleinen film-ähnlichen Meisterwerken.

Von Denise Meyer

Miguel Bethke
Chefredakteur, Vogelspinnenhalter mit Vorliebe für Strategie sowie Japano Spiele. Mag japanisches Essen und fiebert Fallout 4 entgegen.

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