Hell Yeah der Zorn des toten Karnickels

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Hell Yeah der Zorn des toten Karnickels
Hell Yeah der Zorn des toten Karnickels

SEGA und Höllenkarnickel? Der erste Gedanke „Hier handelt es sich wohl um einen PR Scherz der verrückten Sorte“. Aber weit gefehlt, denn mit Hell Yeah sorgt der blaue Gigant für neue Impulse im digitalen Zeitalter.

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Stellt euch vor ihr seid ein Karnickel, nicht irgendeines sondern das Satanskarnickel schlechthin. Ihr lebt in der Hölle und fröhnt eurem Leben. Natürlich seid ihr zugleich auch der Superstar und damit Opfer von Paparazzi Attacken. Eine dieser Attacken glückt und man sieht euch mit Plantscheente in der Badewanne sitzen. Natürlich schwört man als Teufelsgeburt Rache und macht sich zugleich daran, alle 100 Monster zu erledigen die im Besitz dieser Bilder sein könnten.

Von kleineren Titeln des digitalen Sektors ist man im Gegensatz zu Tripple A Titeln einiges an verrückten Stories gewöhnt. Hell Yeah setzt dem allerdings das schon bekannte Krönchen auf und toppt alles bisher dagewesene um den Trashfaktor 9000 (ja ein ziemlich schlechter Gag aber was solls). Als Karnickel meuchelt man sich durch zahlreiche Gegnermassen, die blutig ihr Ableben finden, muss dabei teils recht interessante und verzwickte Rätsel lösen und nebenbei die eigenen Waffen upgraden. Wieder einmal ist es schwer den Wahnsinn eines Spiels in Worte zu packen und dabei nah am Thema zu bleiben.

hell yeah screen 2

Gameplay und Handling sind recht einfach. Entweder rollt ihr mit eurem riesigen Laufrad, welches bis in die Unendlichkeit verändert werden kann, über Gegner oder ihr benutzt eure Waffen und ballert in bester Analogstick Shooter Manier eure feindlichen Monster zu klump. Dabei ist euer Riesenrad euer treuer Begleiter der euch bei manchen kniffligen Rätseln als Lösung dient. Mal muss man per Speed Control über Abgründe springen oder sich ein anderes Mal per Schaufeln nach oben buddeln um die nächste Ebene zu erreichen.

So saftig wie der Splattergehalt ist, so ansprechend wirkt die Grafik. Hier hat man eine interessante Symbiose erschaffen zwischen Indiespiel Kuriosum und grafischem Farbenbombast. Die einzelnen Level wirken plastisch, bunt und geben dem Drang Abenteuer zu erleben nach. Denn trotz des eher starren Handlungsrahmen sorgen viele kleine Alternativwege dazu, dass man sich in gewisser Weise frei bewegen kann, solange es das Fortsetzen der Story nicht beeinträchtigt. Für einen kleinen Titel eine sehr ansprechende Art und Weise für Tiefgang zu sorgen.

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Neben dem etwas derben und grotesken Humor sorgt ein sehr interessanter Soundtrack für den ein oder anderen Lieblingstrack. Einordnen kann man den Soundtrack in die Kategorie „Hört sich an wie SEGA ist aber irgendwie anders“. Dies wird am ehesten bei den Boss Battle Themes klar. Neben der Musik werden allerdings auch SEGA sowie die Konkurrenz teilweise in Dialogen ordentlich durch den Kakao gezogen, was dem Spiel sicherlich gut tut und gerade bei Kennern für ein Schmunzeln sorgen wird.

Miguel Bethke
Chefredakteur, Vogelspinnenhalter mit Vorliebe für Strategie sowie Japano Spiele. Mag japanisches Essen und fiebert Fallout 4 entgegen.

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