gamescom 2013 : Tearaway

Miguel Bethke
Gamescom

Von Timo Born

Böse Zungen behaupten die Vita sei bereits tot. Die Jungs von Media Molecule (Little Big Planet) sehen das wohl nicht so und bringen Ende des Jahres Tearaway exklusiv für die Vita an den Start.

Die Story von Tearaway ist simple aber genial. Wie genial zeigt sich allerdings erst, wenn die sehr lange Liste der Vita-speziellen-Features aufgelistet ist. Aber zurück zur Story. In Tearaway spielen wir einen „Messenger“. Ein kleines Figürchen (männlich oder weiblich), welches, wie der Rest der Welt, aus Papier erschaffen wurde. Dieser „Messenger“ trägt eine Nachricht und muss diese der Sonne überbringen. In Tearaway ist die Sonne aber eher ein Blick in den Himmel, und auf „Gott“. Dieser „Gott“ bist du, der Vita eigenen Frontkamera sei dank.

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Also machen wir uns in gewohnter Third-Person Ansicht auf den Weg um uns selber die Nachricht des Messenger zu überbringen. Welchen Inhalt diese Nachricht hat, ist von Spieler selbst abhängig und entscheidet sich anhand der Dinge die wir auf unserem Weg zu „Gott“ erledigen. So hüpfen und klettern wir in einer Welt aus Papier durch diverse Level und kämpfen gegen fiese Papierschnipsel (so genannte Straps) die uns daran hindern wollen unsere Nachricht zu überbringen. Die Level selbst stecken voller Rätsel und Hindernisse die sich nur mithilfe von Tilt-Control (Bewegunssteuerrung), Touch-Control und Backtouch-Control der Vita lösen lassen. Papierkugeln bringt man mit Hilfe von per Touch platzierten Klebestreifen auf die richtige Bahn. Sprungfelder aktiviert man durch tippen auf das Backtouch-Feld der Vita. Tearaway ist vollgepackt mit solchen Funktionen. Besonders hervorzuheben wären „Transparentpapier-Felder“. Diese lassen sich per Backtouch durchbrechen (Als würden die Finger von unten in die Vita kommen) um so unserem Messenger ein wenig unter die Arme zu greifen.

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Tearaway hat aber noch einiges mehr zu bieten. Auf seiner Reise findet man verschiedene Tiere, denen die Farbe geklaut wurde. Also schnappen wir uns die Vita und schießen ein Foto von einer auserwählen Textur. Es spielt im Spiel selber keine Rolle was für eine Textur man benutzt, aber man bekommt eine Art Achievement sobald man einem Tier seine Farbe wieder gegegeben hat. Dieses Achievement ermöglicht den Download des Papercraft Modelles zum ausdrucken und selber bauen. Es gibt einen ganzen Haufen dieser Modelle zu finden, also sollte man sich schon einmal coole Texturen zurechtlegen.

Die Liste der Features ist aber immer noch nicht zu Ende. Es gibt NPC’s denen nicht die Farbe, sondern die Stimme und das Gesicht geklaut wurde. Also wird prompt das Mikro der Vita angeschaltet und wir verpassen dem NPC eine neue Stimme. Warum auch nicht? Das Gesicht setzen wir aus vorgegebenen Formen wieder zusammen, es gibt allerdings nicht sofort alle Formen zur Auswahl, die müssen erst freigeschaltet werden

Dadurch das man am Ende des Spiels immer eine andere Nachricht bekommt und wenn man alle Papercraft Modelle haben möchte sind die 6-8 Stunden Spielzeit wirklich nur auf das einmalige erste Durchspielen bezogen.

Fazit: Tearaway wurde uns letztes Jahr schon ohne Namen und ohne Story gezeigt. Ein Jahr später zeigt sich das Media Molecule ihr gesamtes Herzblut in den Titel gesteckt und mit Tearaway den vermutlich besten Vita Titel zusammen geklebt hat.

Miguel Bethke
Chefredakteur, Vogelspinnenhalter mit Vorliebe für Strategie sowie Japano Spiele. Mag japanisches Essen und fiebert Fallout 4 entgegen.

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