gamescom 2013 : Mad Max

Miguel Bethke
Gamescom

Von Miguel Bethke

Eine Sternstunde der 80er Jahre erhält ihre Next Gen Versoftung. Auch wenn die gamescom schon einige Tage hinter uns liegt, haben wir noch einiges in Peto um die Wartezeit auf die großen Spielerelease etwas zu verkürzen. So haben wir uns bei Warner exklusive Szenen und Gameplay zu Mad max angesehen. Für alle unter 30jährigen, denen Mad Max kein Begriff ist, gibts eine kleine Gedankenstütze gratis. Mad Max (im Original Road Warrior) ist ein australischer Endzeitfilm der mit einem damals noch sehr jungen Mel Gibson in der Hauptrolle einen Konflikt der Menschen um das wertvollste zeigt; Benzin.

Durch die obligatorischen Verkettungen düsterer Machenschaften gerät die Familie von Max ins Kreuzfeuer und so sieht sich Max dazu genötigt in guter alter Racheengel-Manier, den Bad Guys einzuheizen. Teilweise sehr drastisch und vollkommen ohne Humor. Die Mad Max Reihe, die auf stolze drei Filme plus einem, natürlich von Hollywood inszenierten, Remake aufwarten kann, sollte man definitiv gesehen haben.

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Kommen wir aber nun zum Spiel selber. Mad Max wird ein Car Carnage Titel der harten Sorte werden. So hat man diverse Elemente in den Titel eingebaut, die sich definitiv gut anhören und auch für eine gewisse Spannung sorgen. Zum einen gibt es den recht brutalen Style des Spiels, nebst menschenverachtenden Grundelementen; ein Auto und Sprit ist mehr wert als das menschliche Leben; das erinnert mich an die Billigverkäufe in einem Medi Markt, wo sich ganz besonders intelligente Menschen gerne mal den Schädel einschlagen; aber lassen wir diesen Exkurs.

Die brachiale Gewalt entlädt sich nicht nur in Autogefechten, die physikalisch sehr interessant daherkommen und sich im Spiel niemals gleichen. Ein Beispiel sei hier mit dem Konvoi dargestellt. Hier trafen wir auf der Weltkarte durch Zufall auf einen Autokonvoi. Nun lag die Entscheidung beim Spieler, ob wir mit Brute Force und Suizidgedanken den Frontalangriff wagen oder aber sneaky sneaky jeden einzelnen Wagen aus dem Verkehr ziehen. Ist man allerdings nicht gut ausgerüstet, kann es sein dass die Zufallsbegegnung zu unserem Nachteil ausfällt und die Gegner ein paar Autos opfern nur um uns loszuwerden. Ein sehr guter Schachzug seitens der Entwickler, um dem Open World Prinzip noch das Quentchen „Unberechenbarkeit“ anzuheften.

mad max screen 2

Steigt man aus dem Auto aus, ist es möglich im hand to Hand Kampf, den Feinden mit Combos und Genickbrüchen das Lebenslicht auszublasen. Auch hierbei sind die Kämpfe niemals identisch und Feinde trollen sich, sofern sie keine Chance sehen etc. Da es sich im Auto bequemer killen lässt, kann man allerdings auch Feinde überfahren oder mit einer Harpune aus dem Verkehr ziehen. Stealth Fans kommen auch auf ihre Kosten; so ist es auch möglich per Gewehr die feindlichen Reihen aus sicherer Entfernung auszudünnen. Allerdings darf man nicht vergessen, dass in Mad Max die Ressourcen in Form von Munition spärlicher als spärlich gesäht sind. Wir erinnern uns, im Film selber hat Max auch nicht wild durch die Gegend geballert.

Ein großer Fokus des Spiels liegt natürlich auf den Autos, die sich dadurch charakterisieren, dass man nur durch wirkliches Feintuning eine Chance hat. Baut man zum Beispiel einen V12 Motor auf einen kleinen Buggy, kippt das Teil fast um und der Wagen kommt nicht einmal aus der Garage heraus. Hier gilt es dann den Rahmen zu verstärken, die Aufhängung zu managen etc.

Es gibt noch viele kleine Finessen, die Mad Max zu einem interessanten Titel werden lassen. Ich erhoffe mir einen brachial brutalen Endzeit Schocker mit vielen Referenzen auf die Filmreihe. Wer weiss, eine kleine Manslaughter Action im Thunderdome!

Fazit: Endlich erhält Mad Max seinen Beitrag als Videospiel. Wenn Carmageddon auf Filmlizenz trifft. Wir werden ein Auge darauf haben.

Miguel Bethke
Chefredakteur, Vogelspinnenhalter mit Vorliebe für Strategie sowie Japano Spiele. Mag japanisches Essen und fiebert Fallout 4 entgegen.

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