gamescom 2013 : Die Sims 4

Miguel Bethke
Gamescom

Von Sabrina Radegast

Als ich das erste Mal EAs Line-up sehen durfte, hab ich mich über die Ankündigung von Die Sims 4 gefreut. Das wollte ich unbedingt mal anspielen. Als wir dann auf der gamescom die Präsentation besuchten, kam aber schnell die Ernüchterung.

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Soviel wie ich dachte, gab es gar nicht zu sehen. Erstmal durften sich alle einen kurzen Film anschauen, indem viele Erneuerungen gezeigt wurden, vorausgesetzt es lief gerade nicht EAs stündliche Trailershow (die wahrscheinlich noch in Düsseldorf zu hören war). Die ersten Eindrücke, die von Die Sims 4 vermittelt wurden, waren recht positiv. Ein vereinfachter Sim- bzw. Baugenerator und verschiedene Emotionen bei den Figuren hören sich in der Theorie gut an, aber können die Versprechungen dem auch standhalten?

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Ja können sie. Oder besser gesagt wird das im Menü, indem wir einen Sim nach eigenem Gusto erstellen können, gut umgesetzt. Den Sim-Generator konnten wir dann nämlich im Anschluss kurz ausprobieren.

„Jetzt da noch ein bisschen runter. Die Nase hoch und ein Stückchen größer und tada fertig ist der Nachbar von nebenan.“

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Wer kennt das nicht? Wir können stundenlang mit der Erstellung unserer Sims verbringen, die sich meist geliebten Mitmenschen oder gar Idolen ähnlich sehen. Mit viel Geduld und etwas Feingefühl kann da tatsächlich auch ein nahezu perfektes Ebenbild entstehen.
In den Vorgängern haben wir mittels Schiebereglern Körperteile transformiert oder verschoben. Das hat jetzt ein Ende. Macht’s gut Schieberegler, ihr werdet nicht mehr benötigt. Die Bedienung des Editors wurde nämlich erheblich verbessert. Wir sehen den Sim wie gewohnt vor uns, doch diesmal können wir seine Körperregionen wie etwa eine Tonvase modellieren. Dazu klicken wir mit der Maus auf die gewünschte Region und ändern sie durch leichtes Hin- und Herbewegen des Zeigers.

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Auch das Bauen wird jetzt noch einfacher. Wir können nicht mehr nur einzelne oder rechteckige Grundmauern erbauen. Es scheint so einfach wie noch nie. Benötigen wir in einen fertigen Raum zum Beispiel eine kleine Nische, dann fügen wir diese im Handumdrehen hinzu. Oder soll jetzt das Bad jetzt doch neben das Schlafzimmer, dann können wir es markieren und mit allen Inhalten dahin verschieben, wo wir es benötigen. Das Erbauen neuer oder das Verändern bestehender Häuser wird zum Kinderspiel.

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Da in Die Sims 4 der größte Fokus auf den Sim selbst gelegt wurde, ist es nicht verwunderlich, dass sich einiges ändern wird. Der Sim der nächsten Generation ist nämlich nicht nur intelligenter und verhält sich natürlicher, er ist jetzt auch nicht mehr nur durch die Fantasie seines Erstellers und seinen freien Willen geprägt, nein jetzt wird er sogar durch die verschiedensten Emotionen beeinflusst. Von einem Moment auf den anderen kann deren Stimmung umschwenken und aus einem gerade noch lustigen Augenblick, kann bitterer Ernst werden oder die Situation kann sogar in Depressionen enden. Das kann dann Einfluss auf andere Sims haben und das wiederum auf das Spielgeschehen. Stimmungen können durch Ereignisse, aber beispielsweise auch mit Hilfe von Einrichtungsgegenständen ausgelöst und geändert werden. Ein lustiges Bild stimmt unseren Sim zum Beispiel fröhlicher als ein deprimierendes.

Fazit: Wenn EA hält was es verspricht, dann könnte Die Sims 4 echt gut werden. Jetzt müssen wir leider noch bis nächstes Jahr warten, bis die emotionalen Sims unsere PCs erobern.

Miguel Bethke
Chefredakteur, Vogelspinnenhalter mit Vorliebe für Strategie sowie Japano Spiele. Mag japanisches Essen und fiebert Fallout 4 entgegen.

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