Flap Flap (3DS)

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Flap Flap (3DS)
Flap Flap (3DS)

Flappy Bird, ein Trend der mir bis heute komplett verschlossen blieb. Man steuert einen Vogel von links nach rechts und weicht Hindernissen aus. Ein ziemlich langweiliges Spielprinzip und dennoch hat Flappy Bird es geschafft das große Internetprädikat „Viral Hit“ zu erhalten. Ich habe dieses Spiel, wenn man es so nennen will, insgesamt 1 Minute und 24 Sekunden gespielt bevor es mir zu uninteressant wurde. Eines haben alle Spiele mit medialer Aufmerksamkeit dennoch gemeinsam, früher oder später erscheinen Klone von diesen. Flap Flap ist einer dieser Imitationen, die aktuell für 7,99 Euro im Nintendo eShop erhältlich ist.

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Flap Flap entspricht dem identischen Prinzip eines Flappy Bird. Man steuert einen dicken Vogel durch eine Welt von links nach rechts und hat dabei nur Kontrolle über die Höhe und Tiefe der Flugbahn. Mehr gibt es hier tatsächlich nicht zu erwähnen. Daher können wir uns der Präsentation widmen, um den Test mit mehr als nur 20 Wörtern zu füllen. Präsentiert wird Flap Flap in Billig-App Optik, die formal auf comichaft setzt, aber zu keiner Zeit Charme versprüht. Dreisterweise wurde ja nicht nur das Konzept kopiert, vielmehr erinnern die Röhren in den Leveln doch frappierend an die bekannten grünen Röhren der Super Mario Bros Reihe.

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Auf dem Weg zum unerfüllenden Ziel des Spiels, gilt es natürlich Münzen einzusammeln. Hach wer jetzt laut Super Mario Bros herausschreien will, nur zu. Und natürlich dürfen Power Ups nicht fehlen, die im Spiel selber dennoch deplatziert wirken. Es sind die üblichen Geschichten; Schilde, Beschleunigung etc. Alles schon mehr als einmal gesehen und sogar schon besser. Wer jetzt aber zumindest einen tollen 3D-Effekt erwartet, den dürfen wir ebenfalls enttäuschen. Einen befriedigenden 3D Effekt selbst auf rudimentärstem Niveau, findet man im Spiel nicht. Das wäre auch zuviel verlangt gewesen, schliesslich bietet das sehr tiefe Gameplay und die enorm umfangreiche Storyline schon genug Spaß für alle.

Das i-Tüpfelchen auf dem Z bildet der Preis der App. Mit 7,99 Euro werden Flap Flap Spieler zur Kasse gebeten. Für das, was das Spiel liefert eine fast schon bodenlose Frechheit. Das Urteil zu Flap Flap wäre weitaus positiver ausgefallen, wenn das besagte Spiel zu einem Preis von 1,99 Euro angeboten worden wäre. Hier hätte man immer noch behaupten können „Mir war langweilig und ich wollte was mit Vögeln haben, das kein Angry im Namen hat“

Seien wir ehrlich, brauchen wir wirklich ein Flappy Bird Teil 1234235646765757,5 Sternzeit 6 3/4?

 

Miguel Bethke
Chefredakteur, Vogelspinnenhalter mit Vorliebe für Strategie sowie Japano Spiele. Mag japanisches Essen und fiebert Fallout 4 entgegen.

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