Counter Strike: Global Offensive

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Counter Strike: Global Offensive

Counter Strike, der Online Shooter Primus unserer Jugend erfreut sich nun endlich an einem Dasein auf Konsole. Kein WASD und Aim-Bot, stattdessen Shoulder Buttons und Analog Sticks. Wie sich das Urgestein auf Konsole so schlägt, erfahrt ihr in unserer Review.

Um über Counter Strike Worte zu verlieren, die noch nicht gesagt wurden, muss man als Tester schon ordentlich in die Zauberkiste greifen. Bedient man sich falscher Worte, hat man die ganzen 1337 Headshot Epic Kids an der Backe kleben und wenn man zu emotional wird, muss man sich mit Napoleonkomplex Gestalten rumärgern die einem etwas von Objektivität vs Subjektivität erzählen wollen, dabei aber selber ihre besten Patienten sind. Daher ohne Umschweife weiter.

CS GO Screen 1.1

Counter Strike ist die Vanilla DVD unter den Shootern, das heisst; keine Story, keine Slow Motion Momente und kein Medal of Honor Helden Epos (kommt schon ich wette jeder hat jetzt darauf spekuliert dass Call of Duty wieder herhalten muss, nicht wahr?). Das heißt es geht hier nur darum in verschiedenen Spielmodi gegen andere menschliche Spieler anzutreten und dabei effiziente Teamverbände zu gründen. Dabei gibt es zwei Parteien, die allseits beliebten Terroristen, die optisch von Taliban bis zu Michael Mann´s Heat Gangster reicht. Sprich Anzug, weißes Hemd und feine Lackschuhe.

Auf der anderen Seite haben wir Counter Terrorists (Counter Terrorists Win) die dafür sorgen, dass die Bad Guys die Geiseln nicht gefangen halten oder aber die Bomben nicht legen können. Dies sind die primären Spielmodi, die jeder kennen sollte. Es geht zu meist in 5 vs 5 oder 4 vs 4 Matches auf die Maps, wobei am Ende die Seite gewinnt, die aus einer bestimmten Anzahl Runden die meisten gewonnen haben. Wahlweise, falls man keine Freunde am Start hat, lässt sich jeder Spielmodus auch gegen Bots spielen, die leider aber das Problem haben, leicht geistig umnachtet zu sein.

CS GO screen 2.1

Weder gegnerische Bots, noch die eigenen Teammates verhalten sich logisch. So kann es dann und wann passieren, dass sich die Bots nicht auf Gegner konzentrieren, sondern die eigenen Teamkameraden über den Haufen schiessen. Friendly Fire und Schützenhilfe.

Zwei interessante Spielmodi die ihren Einzug ebenfalls nicht verpasst haben, sind Arms Race und Demolition. In Arms Race startet man mit einer recht einfach zu handhabenden Waffe, mit der man einen Kill erzielen muss. Erzielt man einen, so switcht man automatisch zu einer neuen Waffe, die vom Handling her etwas schwieriger zu beherrschen ist. Gewonnen hat man, wenn man den letzten Kill mit einem goldenen Messer erzielt hat.

In Demolition startet man entweder im CT oder Terroristen Team. Ziel ist hier entweder auf Seiten der Terroristen die Bombe zu platzieren und zu verteidigen bis zur Explosion, bei den Counter Terrorists das genaue Gegenteil, oder aber man schaltet das feindliche Team aus bevor diese überhaupt ihre Parameter erreichen können. Während man Arms Race nur auf zwei Maps spielen kann, hat man bei Demolition verschiedene Maps die auch recht abwechslungsreich sind und dank ihrer überschaubaren Größe für schnelle Action sorgen.

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Für Kompletisten und Achievementjäger gibt es noch das Awardssystem, bei dem man für diverse Aktionen Boni erhält in Form von Emblemen. Das reicht von eher einfachen Geschichten wie 100 Kills mit der Double Beretta bis zu Kill a flying enemy while flying. Daher ist hier ebenfalls für Abwechslung und kreatives Denken gesorgt.

Was an Counter Strike: GO auffällt ist die Liebe zum Waffendetail und die Anforderungen an Spieler. Waffen wirken und feuern alle unterschiedlich, das heißt; mit Double Berettas (9mm Parabellum Munition) ist es weitaus schwerer einen Treffer zu erzielen, als zum Beispiel mit einer schweren Desert Eagle oder einer Benelli Schrotflinte. Auch taktisches agieren und kooperieren wird in Counter Strike gefördert. Ballern und rushen funktioniert nicht, während man Hot Spots beschützen muss. Hier ist Kalkül und Defensivbereitschaft gefragt. Etwas was heutigen Shootern leider fehlt. Denn bei Counter Strike ist es ebenfalls nicht so, dass man sich hinter einer Ecke verstecken kann und den Headshot auskurieren kann. Auch gibt es keine Medi Packs für Zwischendurch zum naschen.

Counter Strike: Global Offensive ist eine sehr würde Konsolenportierung eines Meilensteins der Multiplayergeschichte

Miguel Bethke
Chefredakteur, Vogelspinnenhalter mit Vorliebe für Strategie sowie Japano Spiele. Mag japanisches Essen und fiebert Fallout 4 entgegen.

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