Blackberry Curve 9320

Miguel Bethke
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Ein Smartphone mal etwas anders, denn das einsteigerfreundliche Universalgerät kommt mit QWERTZ-Tastatur jedoch leider ohne richtigen Touchscreen daher. Überzeugt der Business-Allrounder dennoch ?

Das BlackBerry Curve 9320 aus dem Hause RIM hebt sich von den aktuellen Smartphones ab. Das verhältnismäßig kleine Display (2,44″) und die QWERTZ-Tastatur haben daran einen großen Anteil. Mit den Maßen von 109x60x12,7mm und einem Gewicht von 103g befindet es sich jedoch in guter Gesellschaft mit anderen filigranen Smartphones.

Kommen wir zum Aufbau des Geräts. Während der Mini-USB Anschluss an der eine Seite zum Wiederaufladen bzw. Datentransfer genutzt werden kann, befindet sich darunter ein Button um den BlackBerry Messenger zu starten. Auf der gegenüberliegenden Seite liegen drei Tasten zur Lautstärkeanpassung und etwas weiter unten findet man zudem den Auslöser zum Fotografieren. Wie auch schon beim Xperia Ion, sitzt die Headset-Buchse auf dem „Kopf“ des Curve.

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Das Besondere an diesem Smartphone ist das sogenannte Trackpad. Manch einer kennt etwas vergleichbares (Trackpoint) vielleicht von den IBM Notebooks. Das Trackpad dient zur Navigation mit dem Finger und ersetzt den Touchscreen. Um etwas auszuwählen, muss man das kleine Feld drücken, vergleichbar mit einem Mausklick. Wenn auch zu Beginn etwas ungewohnt, funktioniert die Steuerung mit dem Trackpad nach einer kurzen Eingewöhnungsphase sehr gut.
Die Auflösung von 320×240 Pixel reicht für das surfen im Internet vielleicht gerade so aus. Bei Webseiten die nicht speziell für mobile Endgeräte entwickelt wurden bekommt man aber mitunter seine Probleme. Die Seiten werden zwar gut dargestellt, jedoch ist das Lesen ohne reinzoomen unmöglich.

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Auch die anderen Hardwarekomponenten lassen vermuten, dass das Curve nicht unbedingt für Multimedia-Spielereien gedacht ist. Doch dies hat durchaus seine Vorteile und spiegelt sich z.B. in der Laufzeit wieder. Die Händlerangabe mit 7h Gesprächs- und 18 Tagen Standby-Zeit sind dabei durchaus realistische Werte. Und so lange das Gerät auch durchhält, die Aufladung geht sehr schnell von statten. Leider ist die Kamera mit ihren 3,2MP nicht mehr ganz so aktuell, macht aber dennoch gute Bilder. Wirklich sehen oder besser hören lassen können sich die Lautsprecher. Diese biete einen satten Klang und verleihen so jedem Lied/Video eine besondere Note.

Fact Sheet:

Kamera: 3,2 Megapixel EDOF Kamera, Videoaufnahmen in VGA-Quali, 4-facher Digitalzoom, Bildstabilisierung
Leistung: 806 MHz Single Core
Speicher: 512 MB Ram, 512 MB eMMC, erweiterbar durch microSD-Speicherkarte (bis zu 32GB)
Konnektivität: 3,5mm Klinkenbuchse, 3G, GPS, Bluetooth (A2DP), USB, WLan
besondere Merkmale: Qwertz-Tastatur, Trackpad

Das hauseigene Betriebssystem BlackBerry 7.1 bringt die beliebtesten Apps gleich mit. So wurden neben dem BlackBerry Messenger auch Facebook, Twitter und YouTube vorinstalliert. Dank der vollwertigen Tastatur kann man also direkt loslegen und das Internet in Windeseile mit seinen geistigen Ergüssen füllen ;). Ebenso schnell lassen sich BBM-Kontakte hinzufügen, da jedem Account ein Barcode zugewiesen wird. Um also einen neuen Kontakt hinzuzufügen, scannt man einfach den Barcode und schwupp hat man einen Freund mehr im Messenger. Dank der ebenfalls installierten Office Suite, Documents to go, können fixe Ideen auch problemlos festgehalten werden. Selbst die Erstellung einer Tabelle oder Präsentation funktioniert, trotz des kleines Displays, erstaunlich gut. Darüber hinaus lockt das Curve mit einem Preis von 200€.

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Wie bereits erwähnt ist das BlackBerry bei weitem kein Multimedia Traum. Es kann zwar gespielt, Musik angehört und Video angeschaut werden, jedoch macht dies mit einem größeren Bildschirm weitaus mehr Spaß. Durch die vielen Verbindungsmöglichkeiten eignet es sich vielmehr als Reisebegleiter für Geschäftsleute. Dazu trägt auch der starke Akku bei. Deshalb glaube ich auch nicht das man mit dem Gerät bei einer jungen Zielgruppe landen kann. Für „Leute aus der alten Schule“, die noch nicht so ganz mit den moderen Technik zurecht kommen ist das Smartphone jedoch perfekt.

 

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Für den Geschäftsmann, der sein Handy nicht zum daddeln sondern zum Arbeiten braucht ist das Curve 9320 genau das Richtige. Auch weniger technik-affinen kann man das BlackBerry an Herz legen. Für junge Leute oder allgemein Menschen mit geübten Fingern fällt der Vorteil der Tastatur weg und dann bleibt nicht mehr viel übrig um sie vom Kauf zu überzeugen. Darüber hinaus sind eine 3,2 MP Kamera und Polyphone Klingeltöne meiner Meinung nach nicht mehr zeitgemäß.

(Denise Meyer)
Von Denise Meyer

Miguel Bethke
Chefredakteur, Vogelspinnenhalter mit Vorliebe für Strategie sowie Japano Spiele. Mag japanisches Essen und fiebert Fallout 4 entgegen.

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