Aliens Colonial Marines

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Aliens Colonial Marines
Aliens Colonial Marines

Im Spiel schlüpft man in die Rolle von Corporal Winter, der sich auf dem Planeten LV-426 befindet und dort den Geschehnissen auf die Spur kommen will und die USS Sulaco und die vermisste Marine Crew finden muss. Dort angekommen muss Winter an Board gehen um die Facehugger Brutkammern zu untersuchen.
Die Szenerie ist uns bereits aus dem zweiten Alien Teil bestens bekannt. Das Spiel selber sieht sich als Fortsetzung zu Camerons Alien Trilogy (wir klammern den vierten Teil mal großzügig aus dem Serienkanon aus).

Natürlich bleibt es nicht bei einer Routine Aufklärungs und Rettungsmission, da schon bald unzählige Xenomorphe ihre Griffel nach uns ausstrecken. Die Angst als ständiger Begleiter und den Säureatem im Nacken geht es nun ans Eingemachte, oder auch nicht.

1

Am Anfang haben wir die Wahl zwischen dem Kampagnenmodus oder dem Kooperationsmodus. Im Kooperationsmodus können wir zum ersten Mal mit insgesamt vier Spielern online gegen die Bedrohung kämpfen. Im Kampagnenmodus sind wir dagegen auf uns und unsere Computermitspieler in Form von AI Marines angewiesen.

2
Die Story, welche danach folgt, ist ziemlich schnell erklärt und leider auch ziemlich schnell vorbei. Nach rund sechs Stunden Spielzeit fragen wir uns: „Und was passiert jetzt?“ Zwar warten einige Herausforderungen als kleine Appetitanreger auf uns, doch diese sind schnell und einfach bewältigt. Trotz der schieren Masse an Xenomorphen, kommen selbst Beginner spielend leicht durch diese 6 Stunden Kampagne. Im Kooperationsmodus kommt der Storymodus fast schon einem Speed Run gleich.

Das Waffenarsenal, was uns in Aliens: Colonial Marines zur Verfügung gestellt wird ist sehr überschaubar und beschränkt sich auf eine handvoll Schießeisen. Zwar können wir in verschiedenen Missionen auf die Suche nach Legendären Waffen gehen, doch wer glaubt am Ende eine breitere Auswahl an Waffen zu haben täuscht sich. Positiv anzumerken ist die Möglichkeit sein Waffenrepertoire aufzurüsten. So kann man seine Lieblingsballermaschine schnell ziemlich stark und radikal verbessern. Leider fehlt wieder die Möglichkeit nicht nur Waffen sondern auch die normale Ausrüstung zu erweitern, was heutzutage bereits Standard geworden ist. Zum Beispiel einen besseren Säureschutz oder temporäre Schnelligkeit, wären nur zwei Möglichkeiten.

3
Positiv aufgefallen ist der Mehrspieler- und VS- Modus. Hier darf man in die Rolle eines Xenos schlüpfen und Jagd auf Marines machen. Dabei ist das Ziel klar und deutlich: Vernichten, verstümmeln und zerfetzen. Wer sich also schon immer als Xeno, an den Wänden entlanghangeln wollte bekommt nun die Chance dazu. Für Freunde des Mehrspielermodus, ist das Spiel durchaus einen Blick wert.

4
Kommen wir nun zum technischen Bereich, welcher für viel Aufsehen gesorgt hat. Leider, muss man festhalten, nicht im positiven Sinne. Sofort wird einem klar, dass in Aliens Colonial Marines sehr viel schief gelaufen ist. Wäre Aliens: Colonial Marines eine Beziehung, dann wäre spätestens hier der Punkt erreicht, an dem es heißt „Du Schatz wir müssen mal miteinander reden“. Die Grafik ist veraltet, die Texturen matschig und die Lichtsituationen optisch einfach, sehr einfach gehalten und erzeugen dadurch keine Tiefe oder Atmosphäre.

5
Das Spiel strotzt nur so vor Engine- und anderen Fehlern. Man kann durch Charaktere halb durchschlendern, auf einmal erscheinen oder verschwinden eure Gehilfen sogar, Xenos springen auf euch zu und versinken sofort im Boden. Oft fragt man sich, wie so viele Fehler eigentlich entstehen konnten und wieso das Spiel auf dem Markt gelandet ist. In Colonial Marines nehmen derlei Probleme sichtlich große und deutliche Ausmaße an.

6
Wenn man ganz kurz über diese Fehler hinwegsieht, hofft man noch darauf, dass das Spiel wenigstens durch seine gruselige Atmosphäre überzeugen kann. Doch es fehlt schlichtweg an Momenten, in denen man Angst hat, dass ein Alien sich langsam an einen herantastet und man keine Chance mehr hat zu entkommen. Eigentlich tauchen Aliens permanent auf und teilweise erinnert der Überlebenskampf eher an das Ende von Rambo 3. Eine gute Atmosphäre kann aus diesem Grund und der Tatsache, dass die Lichtsituationen einfach zu freundlich sind, nicht entstehen. Das allerdings macht eben ein Alien basierendes Spiel aus.

Wo bleibt das uns versprochene Aliens: Colonial Marines?

Am Ende bleibt als Trost nur die gut gemachte Steuerung und die gute Musikuntermalung.

Von Karolina Przybylska

Miguel Bethke
Chefredakteur, Vogelspinnenhalter mit Vorliebe für Strategie sowie Japano Spiele. Mag japanisches Essen und fiebert Fallout 4 entgegen.

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