Adobe Flash steht vor dem Aus

Miguel Bethke
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Das Adobe Flash Format revolutionierte in den 90er Jahren das WWW maßgeblich. Während zu den Anfängen des digitalen Zeitalters Websiten die Landschaft zierten, deren Optik man als schlichtweg grauenhaft und Augenunfreundlich definieren würde. Beispiele seien hier grüne Schriftarten auf schwarzem oder weißem Hintergrund. Das sterile unflexible Web wurde durch Flash aufgelockert. Nun waren dynamische Themes an der Tagesordnung und selbst kleiner Flash Spielchen, die sich selbst heute noch auf alten Internet CDs befinden, liessen so manch einen Konsumenten Stunden auf Moorhühner schiessen.

Die Entwicklung seitens Adobe summierte sich auf insgesamt 3,5 Milliarden Dollar, die den Werdegang des Flash Formats begleiteten. In Anbetracht der Kosten rentierte sich die Investition sehr schnell, da Flash in Verbindung mit dem 2005 aus der Wiege gehobenen Youtube nochmals eine enorme Verbreitung und Bekanntheit erlebte.

iPhone killt Flash Plugin

Die Popularitätsbremse für Flash kam mit einer anderen technologischen Innovation. Dem iPhone. Apple setzte gleich zu Beginn des iPhones auf ein Benutzerinterface, welches gänzlich ohne Flash auskommen sollte. Gründe lagen vor allen DIngen darin begründet, dass Flash-Animationen oder Spielereien die ohnehin schon recht dürftige Akkulaufzeit eines iPhones noch weiter schröpfen würden. Ausserdem seien Sicherheitslücken in der Flash Software vorhanden.

Im Februar 2015 verabschiedete sich Youtube ebenfalls von Flash und setzt seitdem auf HTML5, eine Technik die bessere Standards in der Branche für Entwickler zulässt. Damit sollte Flash nun endgültig als sterbendes Format angesehen werden, da auch immer mehr Tablets und Smartphones jenseits des iPhones ohne Flash ausgeliefert werden. Auf der einen Seite ein sehr trauriger Schritt, da man als Internetuser der ersten Stunde viel Zeit mit Flash Gimmicks und Animationen verbracht hat.

Mittlerweile sieht auch Adobe ein, dass ihr ehemaliges Prestigeobjekt nun Alternativen weichen sollte. Anders sehen das die Nutzer und Konsumenten, laut ihnen ist Flash immer noch ein sehr sinnvolles Plugin, das einen Haufen Vorteile liefert und praktisch einfach zu handhaben ist, selbst für Laien. Wir werden schauen was die Zukunft so bringt.

 

Miguel Bethke
Chefredakteur, Vogelspinnenhalter mit Vorliebe für Strategie sowie Japano Spiele. Mag japanisches Essen und fiebert Fallout 4 entgegen.

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